Saisonende und ein Neubeginn

Topresultate für RRC-Amt-Fahrer in verschiedenen Radsportdisziplinen

Mit einer Schleuderablösung schickt Nils Graf (r.) Elio de Mey an den «3 Jous d’Aigle» ins Madison-Rennen. (Bild René Graf)
Mit einer Schleuderablösung schickt Nils Graf (r.) Elio de Mey an den «3 Jous d’Aigle» ins Madison-Rennen. (Bild René Graf)

In der letzten Woche haben etliche Fahrer des Radrennclubs Amt in verschiedenen Disziplinen gute Resultate erzielt. Das Wichtigste ist zweifellos der dritte Rang der beiden U17-Fahrer Elio de Mey und Nils Graf im international besetzten Bahn-Wettbewerb «3 Jous d’Aigle». Das Rennen wurde 2003 nach der Fertigstellung des Centre Mondial du Cyclisme des Radweltverbandes UCI in Aigle vom damaligen Bahn-Nationaltrainer ins Leben gerufen und lockt jeweils die international besten Nachwuchsfahrer. Die drei Abende umfassten alle Bahndisziplinen und als Besonderheit für die beiden RRC-Fahrer auch Madison beziehungsweise Americaine, wo man sich als Zweierteam ablöst: Immer ein Fahrer fährt zwei bis drei schnelle Runden, ehe er seinen Partner mit Schleuderablösung ins Rennen schickt. In dieser Disziplin betrat das Duo Graf/de Mey Neuland. Auch in den anderen Disziplinen wurde gefahren auf Teufel komm raus. Entsprechend ernüchternd verlief der erste Abend für das Säuliämtler Bahnpaar. «Zwei schnelle Runden hintereinander waren zu viel», so Graf nach dem Madison. «Mit dem sechsten Platz und drei Runden Rückstand war der erste Abend ernüchternd.» Bei den Einzelrennen sah es nicht anders aus. Beide verloren einige Runden.

Der zweite Abend verlief dann um einiges besser. Keinen Rundenverlust beim Madison und in den Einzelrennen gab viel Zuversicht auf den Schlussabend. Im Madison belegten die beiden den 3. Rang mit neun erspurteten Punkten. Nur vier Teams konnten das Rennen ohne Rundenverlust beenden. Die Wette galt: Falls sie die drei Tage auf dem Podium beenden, werden die Haare auf dem Kopf abgeschnitten. Drei Teams kämpften um den letzten Podestplatz. Ein beherzter letzter Sprint brachte die RRC-Amt-Fahrer tatsächlich auf Rang 3!

Knapp am Gesamtsieg vorbei

Bei den Bikern verpasste Nico Schenk den Gesamtsieg im Skoda-Swiss-Cup um Haaresbreite. Eine Fussverletzung vereitelte beinahe die Finalteilnahme am letzten Sonntag in Gränichen. Auf dem fahrtechnisch anspruchsvollen Parcours zeigte der U9-Fahrer schliesslich Können und Nervenstärke. Er beendete das Finale im dritten Rang und sicherte sich damit Platz 2 in der Cup-Wertung; lediglich zwei Punkte trennten ihn vom Gesamtsieger. Lina Huber, die bei den U15 startet, schaffte es im Finale auf Rang 7, was ihr ebenfalls den zweiten Rang in der Cup-Schlusswertung einbrachte. Die zahlreichen übrigen Startenden schlugen sich wacker, verpassten jedoch die Podiumsplätze.

Auch Moritz Schmid war offroad unterwegs, aber am Iron-Bike-Race in Einsiedeln. Im 32-km-Rennen erkämpfte sich der 16-jährige Herferswiler exakt an seinem Geburtstag den famosen fünften Rang. Die Siegerehrung war nicht nur deshalb sehr emotional, als das zahlreich aufmarschierte Publikum gemeinsam «Happy Birthday» für den Nachwuchsfahrer sang. Zuvor wurden Seriensieger und RRC-Amt-Leistungsträger Urs Huber sowie der nahezu «ewige Zweite» Hansueli Stauffer mit einer bewegenden Laudatio des früheren Bahn-Spitzenfahrers und heutigen Speakers Franco Marvulli in den Sport-Ruhestand entlassen. Die Veranstalter hatten sich dazu ein besonderes Geschenk einfallen lassen: je einen Startplatz auf Lebzeiten. Mal schauen, wie lange Urs Huber die Füsse stillhalten kann.

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