Sotschi: «Ein tolles Erlebnis»

Sportlich ist es den Ämtlern in Sotschi nicht aufgegangen. In guter Erinnerung bleiben den vier Sportlern die Organisation der Spiele und die gute Stimmung im Schweizer Team.

Bis Sonntag brannte das olympische Feuer in Sotschi. (Bild Hanspeter Isoz)
Bis Sonntag brannte das olympische Feuer in Sotschi. (Bild Hanspeter Isoz)

Mit vier Athleten war das Knonauer Amt in Sotschi vertreten. Die Erwartungen waren unterschiedlich hoch. Zumindest zum erweiterten Kreis der Favoriten durfte man die Aerials-Brüder Lambert zählen. ChristopherLambert liess denn auch aufhorchen, allerdings nicht wie erhofft: Der Olympia-Pechvogel stürzte im Training und renkte sich den Ellbogen aus. «Ichhabe den Absprung verpasst und hatte zu wenig Rotation», lässt er den verhängnisvollen Sprung Revue passieren. Für den älteren Bruder war tags darauf in der Qualifikation Endstation. «Es war nicht mein Tag», soThomas Lambert enttäuscht.

Nervosität und Pech

Nur mit Aussenseiter-Chancen nach Sotschi gereist waren Freeskier Luca Schuler und Snowboard-Crosser Tim Watter. Der 16-jährige Ebertswiler setzte im Training Akzente. Die Bestätigung im Wettkampf blieb Schuler aber schuldig: In beiden Quali-Läufen stürzte er früh. «Ich war sehr nervös», so Schuler. Wie der 16-Jährige scheiterten auch die drei anderen Athleten aus dem jungen Schweizer Team von Cheftrainer Misra Noto in der Qualifikation.

Tim Watter konnte sich im Snowboard-Cross-Achtelfinale souverän durchsetzen, wurde nach einer weiteren ansprechenden Leistung im Viertelfinal allerdings wegen eines Torfehlers disqualifiziert. «Es war ein Hammer-Tag, ein toller Kurs und ich war bereit», ärgert sich der 21-jährigeAffoltemer über die verpasste Chance.

Schnelle Reaktionen

Und doch bleiben auch gute Erinnerungen an Sotschi: «Es war ein tolles Erlebnis», so Tim Watter. «Wie eine riesige Familie» hat er die Schweizer Delegation im Mountain-Village erlebt. Der Affoltemer fieberte bei der Abfahrt der Männer im Zielraum mit und stand beim Gold-Lauf von Iouri Podladtchikov unten an der Halfpipe.

Abgesehen von seiner Verletzung bleiben auch Christopher Lambertpositive Erinnerungen an die Winterspiele in Sotschi. Insbesondere die Organisation lobt er: «Wir hatten gerade mal fünf Minuten bis zur Schanze.» Speziell war für den Mettmenstetter auch, wie schnell sich die Nachricht von seiner Verletzung verbreitete: Als er um 23 Uhr aus dem Spital kam, hatten bereits 20 bis 30 Leute per SMS und Social Media ihre Genesungswünsche platziert.

Den Olympia-Schwung

in den Weltcup mitnehmen

Gute Nachricht gab es für den Mettmenstetter nach der Rückreise in die Schweiz vom Arzt: keine Knochen-Absplitterung. Zwei Wochen lang darf Christopher Lambert seinen verletzten Arm nun nicht strecken oder belasten, drei Monate dürfte es gehen, bis er wieder voll genesen ist. Die Schweizer Meisterschaft und das Europacup-Springen von Mitte März in Airolo wird er damit verpassen.

Bereits Anfang März darf TimWatter wieder ran. Am 6. und 9. März sind die letzten beiden Weltcup-Rennen der Snowboard-Cross-Saison. «Ich werde nochmals Vollgas geben», verspricht der Affoltemer.

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