Spiel verloren – Qualifikation geschafft

Die Schweizer Volleyballerinnen holen gegen Österreich trotz der knappen Niederlage von 2:3 Sätzen den letzten notwendigen Punkt und qualifizieren sich für die EM 2019 in Polen, Ungarn, der Slowakei und der Türkei.

Eine Welle für das Schweizer Team. Die Spielerinnen um Olivia Wassner (Nr. 20), Passeuse aus Affoltern, dürfen sich feiern lassen. <em>(Bilder Thomas Stöckli)</em>

Eine Welle für das Schweizer Team. Die Spielerinnen um Olivia Wassner (Nr. 20), Passeuse aus Affoltern, dürfen sich feiern lassen. <em>(Bilder Thomas Stöckli)</em>

Maja Storck im Angriff. Ihr gelang mit 27 Punkten eine überragende Partie.

Maja Storck im Angriff. Ihr gelang mit 27 Punkten eine überragende Partie.

Headcoach Timo Lippuner (ganz links) ist die Anspannung anzusehen.

Headcoach Timo Lippuner (ganz links) ist die Anspannung anzusehen.

Der Start missglückte den Schweizerinnen komplett: Nach einem 0:4-Punkte-Rückstand sah sich Headcoach Timo Lippuner schon früh gezwungen, ein erstes Timeout zu nehmen. Es zeigte Wirkung. Von den 1150 Zuschauern in Schönenwerd lautstark unterstützt – «Diese Begeisterung für die Nati gehört zu den schönsten Erfahrungen in meinen über elf Jahren mit dem Nationalteam», freute sich Lippuner –, kämpften sich die Schweizerinnen zurück und übernahmen ihrerseits das Spieldiktat. Ein Servicefehler der Österreicherinnen entschied den ersten Satz: 25:23.

Mit Ausnahme von einem Ballwechsel musste Affoltemerin Olivia Wassner das Geschehen bis dahin von der Bank verfolgen. In der entscheidenden Phase des zweiten Satzes schenkte ihr Lippuner dann das Vertrauen. Und kurz vor 18 Uhr war die Entscheidung bereits gefallen: Die Schweiz sicherte sich den zweiten Satz und damit auch die EM-Qualifikation. Die Spielerinnen jubelten nur kurz. Schliesslich ging das Spiel noch weiter. In dieser Situation den Fokus zu behalten war allerdings schwierig – offenbar zu schwierig für die junge Mannschaft. So gelang es den Österreicherinnen, auf 2:2 Sätze auszugleichen. Und auch im Entscheidungssatz legten die Gäste deutlich vor. Mit einer fulminanten Aufholjagd vermochten die Schweizerinnen kurz vor Schluss das Publikum nochmals wachzurütteln. Doch trotz Matchball sollte es nicht mehr reichen: Schliesslich verwerteten die Österreicherinnen ihrerseits den zweiten Matchball zum 17:15 und damit zum 3:2-Sieg.

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