Undankbarer Lohn für den harten Kampf

Auf seiner Abschiedstour wird Urs Huber Vierter der Bike-Marathon-Schweizer-Meisterschaft

Urs Huber (Dritter von rechts) neben dem Podium der Schweizer Meisterschaft in Château-d’Oex. (Bild Veranstalter)

Wer würde sich wohl die Bronzemedaille an der Schweizer Meisterschaft in Château-d’Oex erkämpfen? Diese Frage stellte sich am letzten Sonntag bereits nach wenigen Kilometern in der ersten Steigung. An der Spitze hatten sich mit dem Ostschweizer Casey South und dem Sigriswiler Hansueli Stauffer zwei der drei Top-Favoriten abgesetzt. Der dritte, der Berner Marc Stutzmann, lag wegen eines Reifendefekts bald hoffnungslos zurück. In der ersten Verfolgergruppe kämpfte Urs Huber mit seinen wesentlich jüngeren Mitstreitern Andrin Beeli und Fadri Barandun sowie dem in Gunten lebenden Belgier Frans Claes um den Anschluss.

Die Bronzemedaille vor Augen

Huber – im Vorjahr noch SM-Silber­medaillengewinner – war optimistisch ins Rennen gestartet. In der Vorwoche hatte der 39-jährige Leistungsträger des RRC Amt das mit 140 km Länge und 7000 Höhenmetern superharte MB Race in der Mont-Blanc-Region gewonnen – knapp drei Minuten vor dem zwei Jahre älteren Claes. Es war der erste Sieg Hubers in der laufenden Saison. Doch diesmal war der Belgier stärker. Während sich an der Spitze South von Stauffer absetzen konnte und vor Stauffer zu seinem ersten Titelgewinn fuhr, meisterte Claes die Verfolgergruppe, die im Finale unter seinem Tempodiktat auseinanderfiel, und holte sich Rang 3. Für die Schweizer Meisterschaft war dies jedoch nicht von Belang. Urs Huber hatte noch immer die Bronzemedaille vor Augen. In der Steigung zu Les Planards rund 20 km vor dem Ziel verschärfte er zweimal das Tempo. Doch Andrin Beeli liess sich nicht abschütteln, sondern erhöhte irgendwann seinerseits die Pace und fuhr Huber schliesslich davon. So blieb dem Mettmenstetter der undankbare vierte Platz. Allzu enttäuscht zeigte sich der Altmeister, der zwischen 2011 und 2019 den Titel fünfmal gewinnen konnte, nicht. Er sagte: «Ich bin zufrieden, denn ich habe mein Bestes gegeben. Es hat nicht ganz gereicht. ­Beeli hatte mehr Reserven. Das muss ich akzeptieren.» Wichtig sei für ihn gewesen, dass die Motivation da war und er wieder mit Freude habe kämpfen und leiden können, führte Huber aus.

Letztes Rennen am 28. September

Nach 25 Jahren als Rennfahrer, davon 19 als Professional, wird er Ende Saison sein Mountainbike an den berühmten Nagel hängen. Mit den Weltmeisterschaften am Grand Raid BCVS im Wallis – seinem Lieblingsrennen, das er bereits sechsmal gewinnen konnte – steht Anfang September aber nochmals ein Highlight in seinem Rennkalender. Zu seinem letzten Rennen hat er das Iron Bike Race am 28. September in Einsiedeln auserkoren.

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