Urs Huber hat sich wieder erholt

Nach seinem durch Sturz und Impfung ­bedingten Rückschlag an der Bikemarathon-Europameisterschaft am Raid Evolenard im Wallis hat Urs Huber wieder auf die Siegerstrasse zurückgefunden. Mit 22 Minuten Vorsprung gewinnt er das superharte MB Race in Megève.

Gezeichnet von den Strapazen: Urs Huber gewinnt zum dritten Mal das superharte MB Race am Fusse des Mont Blanc. (Bild Martin Platter)
Gezeichnet von den Strapazen: Urs Huber gewinnt zum dritten Mal das superharte MB Race am Fusse des Mont Blanc. (Bild Martin Platter)

Die 22 Minuten Vorsprung von Urs Huber auf den zweitplatzierten Juri Ragnoli lassen selbst im Marathon-Sport aufhorchen. Zumal das diesjährige MB Ultra-Race als französische Bikemara­thon-Landesmeisterschaft ausgeschrieben war und wegen des regenreichen Wetters in der Vorwoche besonders anspruchsvoll war. Erst mit dem drittplatzierten Axel Roudil-Cortinat, der sogar 25:40 Minuten auf den Sieger einbüsste, erreichte der neue französische Meister das Ziel in ­Megève am Fusse des Mont Blanc.

Neun Stunden und vier Minuten war Huber bei seiner dritten Siegfahrt an diesem 146 km langen, mit 7000 Höhenmetern angereicherten «Marathon-Monster» unterwegs und damit länger als ein normaler Arbeitstag dauert. Im Ziel sagte er denn auch: «Ich fuhr schon verschiedene Rennen bei Schnee und bei über 40 Grad Hitze. Doch die heutigen Verhältnisse stellten so ziemlich alles in den Schatten, was ich bisher erlebt habe. Der viele Regen der vergangenen Tage liess die Strecke teilweise sehr, sehr tief werden und machte vor allem auch die Abfahrten noch anspruchsvoller als sie sonst schon sind.»

Mit Vorsicht zum Sieg

Deshalb liess Huber in den Abfahrten Vorsicht walten, auch wenn das in der Anfangsphase des Rennens bedeutete, dass er kurzzeitig aus der Spitze zurückfiel. Der Italiener Ragnoli indes ging von Beginn weg auf volles Risiko und büsste es prompt mit einem platten Reifen, bei dessen Reparatur er im Morast viel Zeit verlor. Bergauf vermochte Huber den Rückstand jeweils bald wieder aufzuholen und konnte sogar mit zunehmender Distanz zusetzen. Das bewirkte, dass der Mettmenstetter ab Kilometer 50 alleine an der Spitze fuhr und die Führung bis ins Ziel kontinuierlich auszubauen vermochte.

Mit gestärktem Selbstvertrauen wird Urs Huber nun die nächsten Wettkämpfe in der Türkei und in Österreich angehen, ehe Mitte August mit der Eiger Bike Challenge die Marathon-Saison in der Schweiz weitergeht. Zwei Tage nach seinem 36. Geburtstag peilt Huber in Grindelwald seinen neunten Triumph an.

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