Wo die Fäuste und die Bälle fliegen

In zwei Finalspielen wurden in Bonstetten am letzten Sonntag die Schweizer Meisterinnen und Meister im Faustball erkoren. Organisiert wurde das Turnier im Sportzentrum Schachen bereits zum wiederholten Mal durch die Männerriege Bonstetten.

Hart umkämpfter Ball in der Sporthalle Schachen in Bonstetten: Der SV Diepoldsau (weisse Trikots) gewann den Final und ist Schweizer Meister. (Bild Martin Mullis)
Hart umkämpfter Ball in der Sporthalle Schachen in Bonstetten: Der SV Diepoldsau (weisse Trikots) gewann den Final und ist Schweizer Meister. (Bild Martin Mullis)

«Fuuschtball» titelte das Programmheft am vergangenen Wochenende und versprach in der Schachenhalle spannende Vorausscheidungs- und Finalspiele. Das Versprechen der Männerriege Bonstetten, welche die Organisation der Schweizer Meisterschaften der NLA Frauen und Männer bereits seit zwei Jahren übernimmt, wurde mehr als erfüllt. Der Grund für ihr grosses Engagement in dieser Randsportart liegt in der starken Verknüpfung mit dem Schweizerischen Faustballverband. Immerhin spielten die Bonstetter in den Jahren 1975 und 1976 in der Nationalliga A und später dann noch in einer Seniorenmannschaft zusammen mit Obfelden.

OK-Präsident Markus Reich unterstrich aber auch die Tatsache, dass sich die Dreifachturnhalle in Bonstetten für den Faustball und die Durchführung dieses Anlasses hervorragend eigne. An den Vorausscheidungen am Samstag spielten vier Frauen und vier Männerteams und am Sonntagmorgen wurde das Spiel um den dritten Platz ausgetragen. Im Final am Sonntagnachmittag standen sich bei den Frauen die Teams von Titelverteidiger Jona und Oberentfelden gegenüber. Im Männerfinal kämpfte der Titelverteidiger SV Diepoldsau gegen den STV Wigoltingen.

Mit grossem Einsatz gekämpft

Die spannenden Finalevents fanden in Bonstetten grosse Beachtung. Unter den rund 400 Gästen in der Schachenhalle waren prominente Zuschauer, zahlreiche Säuliämtler und Fans der Finalteams auszumachen.

Der Wettswiler Gemeindepräsident Hanspeter Eichenberger amtete gekonnt als Speaker. Alt-Nationalrat Toni Bortoluzzi, als ehemaliger Faustballspieler in der Nationalmannschaft, übernahm für die Organisatoren das Grusswort an die teilnehmenden Teams. Obwohl in den Finals mit grossem Einsatz um den Sieg gekämpft wurde, war letztendlich bei den Sportlerinnen und Sportlern deutlich die Einstellung «Mitmachen ist wichtiger als Siegen», zu bemerken.

Selbstverständlich und völlig unabhängig der Ansicht des Wiederentdeckers der Olympischen Spiele, Pierre Baron de Coubertin, dass «teilnehmen wichtiger ist als siegen», soll natürlich hier den Schweizer Meistern im Faustball herzlich gratuliert werden. Bei den Frauen wurde der TSV Jona und bei den Männern der SV Diepoldsau Schweizer Meister.

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