5000 Franken aus Mettmenstetten

Bilder- und Schmuckverkauf zugunsten des leidgeprüften Blattens

Bilder zugunsten des leidgeprüften Lötschentals verkauft: Heidi und Jean-Pierre Feuz. Dazu kam Schmuck von Olivia Bürgin. (Bild Werner Schneiter)

Der Bergsturz bei Blatten im Lötschental hat schweizweit eine grosse Solidaritätswelle ausgelöst. «Auch mich hat das betroffen gemacht», sagt Jean-Pierre Feuz aus Mettmenstetten. Schon deshalb, weil sein Familienname aus dem Lötschental stammt, von der «feissi Wiese» im Dorf Weissenried oberhalb von Blatten. Dort gab es auch den Flurnamen «Feissti», wie der aus Kippel stammende Historiker Ignaz Bellwald in einem seiner Bücher über Familiengeschichten festhielt. Aus dieser Bezeichnung entstand nach zahlreichen Wandlungen schliesslich der Name Feuz. Sein Heimatort ist zwar Lauterbrunnen, aber da endet der Stammbaum im 16. Jahrhundert. Auch in Weissenried, 1700 Meter über Meer, hat der Bergsturz seine Spuren hinterlassen. Als er deswegen Ignaz Bellwald eine E-Mail schrieb, bekam er zur Antwort: «Die feissi Wiese git’s nimme.»

«Das hat mich sehr beschäftigt. Ich wollte nicht einfach per Glückskette spenden», sagt Jean-Pierre Feuz. Deshalb kündigte er an der letzten Mettmenstetter Gemeindeversammlung eine Spendenaktion an, die am vergangenen Wochenende über die Bühne ging – mit einem Verkauf eines Teils seiner Bilder und mit Schmuck von Olivia Bürgin. 30 gerahmte Bilder und andere Werke – insgesamt rund 160 – standen neben Schmuck zur Auswahl, die Bilder im Preisrahmen von 10 bis 400 Franken. «Ich habe schon als Schüler gemalt und 1952 einen Preis gewonnen. Das Preisgeld betrug damals 60 Rappen», hält er lachend fest.

Ungleich mehr kommt nun dem leidgeprüften Lötschental zugut. Aus der Bilder- und Schmuck-Verkaufsaktion bei Heidi und Jean-Pierre Feuz resultierten rund 5000 Franken. «Nächste Woche werden wir das Geld in Form eines Checks Ignaz Bellwald in Kippel übergeben», sagt Jean-Pierre Feuz.

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