Beunruhigt, aber nicht in Panik

In China sind bereits über 200 Menschen am neuartigen Coronavirus 2019-n CoV gestorben. Im Säuliamt häufen sich die Anfragen, Panik jedoch besteht nicht.

Erlebt trotz Coronavirus keinen Umsatzrückgang: Sinan Kovan vom asiatischen Restaurant Papaya in Affoltern.<em> (Bild Martin Mullis)</em>
Erlebt trotz Coronavirus keinen Umsatzrückgang: Sinan Kovan vom asiatischen Restaurant Papaya in Affoltern.<em> (Bild Martin Mullis)</em>

 

Die chinesische Provinz Wuhan ist noch immer weitgehend von der Aussenwelt abgeriegelt. Am 30. Januar 2020 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine «gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite» ausgerufen. Noch ist nicht bekannt, ob zurzeit überhaupt eine Übertragung des Virus auch in Ländern ausserhalb Chinas erfolgen kann. Von einer Coronavirus-Epidemie in Europa kann keine Rede sein. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und die kantonale Gesundheitsdirektion haben den sogenannten «Verdachtsfall» klar definiert.

Offensichtlich begegnet auch die Bevölkerung im Säuliamt der neuen Krankheit aus China zwar vorsichtig, jedoch ohne zu überreagieren. Wer in den letzten Tagen durch die Stadt Affoltern oder durch die Dörfer spazierte, begegnete niemandem mit einer Schutzmaske. Trotzdem ist die neue Krankheit aus dem fernen China ein häufiges Gesprächsthema, welches nicht nur ältere Menschen beschäftigt. Personen, die sich krank fühlten oder wegen der Ansteckungsgefahr verunsichert waren, wurden durch die Medien beruhigt. Falls sie deswegen ihren Hausarzt oder eine Apotheke aufsuchten, gelang es den Spezialisten in den allermeisten Fällen, die Befürchtungen zu zerstreuen. In mindestens einer Apotheke waren jedoch die Schutzmasken Anfang Woche ausverkauft. Selbst das Regionalspital wurde bereits mit ängstlichen Anfragen von Personen, die sich nicht wohlfühlten und eine Infizierung fürchteten, konfrontiert. Die Bevölkerung kann sich bei Ärzten, Apotheken und in den Medien über die Krankheit informieren. Auch im Internet werden auf der Seite der Gesundheitsdirektion die häufigsten Fragen betreffend Ansteckungsgefahr und Symptomen beantwortet.

Auf eine Pandemie vorbereitet ist auch die Regionale Führungsorganisation (RFA), welche in einem Krisenfall mit der Zivilschutzorganisation Albis (ZSO Albis) zusammen entsprechende Massnahmen treffen würde. Im Knonauer Amt wurden bisher keine Personen mit einer Ansteckung festgestellt. Von einem milden Krankheitsverlauf des Coronavirus wird man nach einigen Tagen wieder gesund, die Symptome sind vergleichbar mit einer gewöhnlichen Grippe ohne Schnupfen.

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