«Der Bau ist eine geometrische Herausforderung»

Die Rollsportanlage in Hausen mit Skaterpark und Biketrail ist ein Projekt, dessen Ursprung ins Jahr 2012 zurückgeht. Im Juni 2018 genehmigte die Gemeindeversammlung einen Zusatz- kredit, in diesem Frühling konnte der eigentliche Bau beginnen. Am 21. September wird die Anlage eingeweiht.

So soll der Skaterpark demnächst aussehen. Damit die Formen stimmen, muss extrem genau und sauber gearbeitet werden. <em>(Visualisierung zvg.)</em>

So soll der Skaterpark demnächst aussehen. Damit die Formen stimmen, muss extrem genau und sauber gearbeitet werden. <em>(Visualisierung zvg.)</em>

Gemeinderat Christoph Tandler (links) und Polier Andrin Huwiler auf der Baustelle des Skaterparks. <em>(Bild Marianne Voss)</em>

Gemeinderat Christoph Tandler (links) und Polier Andrin Huwiler auf der Baustelle des Skaterparks. <em>(Bild Marianne Voss)</em>

An der Gemeindeversammlung im Juni 2018 füllte sich der Gemeindesaal mit ungewöhnlich vielen Stimmberechtigten. Es ging darum, den Zusatzkredit von 230000 Franken für den Bau des Skaterparks und des Biketrails zu genehmigen. Viele Junge und Junggebliebene wünschen sich diese Anlage, das zeigte nicht nur der grosse Aufmarsch, sondern auch das eindeutige Abstimmungsresultat für die Ausführung des Projekts.

Der Skaterpark und Biketrail gehören zum vierten und letzten Teilbereich des Gesamtkonzepts für den Ausbau der Sportanlagen in Hausen. «Dieser letzte Bereich ist für alle, die gerne Individualsport betreiben», erklärt Tiefbauvorstand Christoph Tandler während eines Rundgangs auf der Baustelle. «Bereits im Sommer 2018 begannen die Vorarbeiten. Mittels grosser Mengen von Aushubmaterial wurde der Boden vorbelastet, damit er sich jetzt nicht mehr setzt.» Der eigentliche Baubeginn fand dann diesen Frühling statt. Auf dem zukünftigen Terrain des Biketrails befinden sich zurzeit noch riesige Erdhaufen. Der Skaterpark nimmt aber schon sichtbare Formen an. Hier ist Bau-Polier Andrin Huwiler mit einer kleinen Gruppe der Leuthard Bau AG am Werk. Es handle sich um eine nicht alltägliche Baustelle, informiert er. «Die meisten von uns haben noch nie so etwas gebaut.» Christoph Tandler ergänzt: «Dieser Bau ist eine geometrische Herausforderung. Damit die Formen wirklich stimmen, muss extrem genau und sauber gearbeitet werden.»

Fest am 21. September

Die Konzeption der Anlage berücksichtigt die topografischen Verhältnisse am Hang und neben dem Bach. Sie erstreckt sich auf einer Länge von 47 Metern und einer Breite von bis zu 15 Metern. Die Rollsportanlage wurde so geplant, dass sie sowohl für Anfänger als auch für fortgeschrittene Rollsportbegeisterte attraktiv und geeignet ist. Die einzelnen Elemente werden so angeordnet, dass sie einen guten Bewegungsfluss erlauben. Hier sollen sich primär Sportlerinnen und Sportler mit Skateboards aber auch Inlineskates und BMX-Bikes vergnügen. Die Gestaltung der sich im Bau befindenden Anlage hat Gemeinderat Peter Reichmuth zusammen mit Jugendlichen aus Hausen erarbeitet.

Beim Skaterpark und Biketrail handelt es sich um ein gemeinsames Projekt der Gemeinde und der Sekundarschule. Das Land gehört der Sekundarschule, die Gemeinde finanziert und betreibt die Anlage. Auch ein Betriebskonzept ist erstellt worden, in welchem die Zeiten festgelegt sind. Die Benutzung von Fahrzeugen wie Fahrrädern, Motorrädern und anderen Lärm verursachenden Sportgeräten und Maschinen ist verboten.

Der Tiefbauvorstand berichtet, dass sich leider jetzt bereits Jugendliche auf der Baustelle am Skaten erfreut hätten. «Das ist nicht gut. Dadurch kann der Beton Schaden nehmen, da er noch nicht ausgetrocknet ist. Die Anlage darf noch nicht benutzt werden!» Sie solle schliesslich am 21. September in gutem Zustand in Betrieb genommen werden. Dann ist nämlich die Bevölkerung zu einem Fest eingeladen, um sowohl das Reservoir wie auch den Skaterpark einzuweihen. «Wir sind bestrebt, den Biketrail bis zu diesem Zeitpunkt auch fertigzustellen – dies ist aber eine echte Herausforderung.»

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