Ein Meilenstein in der RZA-Geschichte

Vor 30 Jahren entstand im Rehabilitationszentrum vom Kinderspital die Idee, eine ambulante Frühberatung und Therapie zu gründen. Am vergangenen Donnerstag feierten die Mitarbeitenden zusammen mit dem Initianten und Gästen den Geburtstag.

Leiterin Claudia Rota (Mitte) mit dem Team «Ambulante Therapien RZA» und dem Chefarzt Dr. Andreas Meyer (links) und dem ehemaligen Chefarzt Dr. Beat Knecht. <em>(Bild Marianne Voss)</em>
Leiterin Claudia Rota (Mitte) mit dem Team «Ambulante Therapien RZA» und dem Chefarzt Dr. Andreas Meyer (links) und dem ehemaligen Chefarzt Dr. Beat Knecht. <em>(Bild Marianne Voss)</em>

Im obersten Stock vom neuen Mäxi-kubus standen Stehtische mit Getränken und Häppchen bereit. Eine ansehnliche Schar von Gästen und Mitarbeitenden des Rehabilitationszentrums Kinderspital in Affoltern (RZA) scharten sich darum herum. Sie waren alle gekommen, um im Rahmen einer kleinen, schlichten aber herzlichen Feier auf das 30-jährige Bestehen der «Ambulanten Therapien» anzustossen. Wie es sich für einen Geburtstag gehört, wurden auch Blumen und Glückwunschkarten an die Teammitglieder überreicht und gratuliert.

Abteilungsleiterin Claudia Rota begrüsste die Gäste und erklärte, dass mit dem Umzug in den Mäxikubus im vergangenen Jahr auch der Name gewechselt habe: «Wir hiessen Medizinische Beratungs- und Therapiestelle, MBT, und jetzt ganz schlicht Ambulante Therapien RZA.» Sie wies auf die fröhliche Dekoration – die farbigen Fähnchen an den Wänden – hin. Diese seien von den Kindern gestaltet worden und zeigten, wie bunt der Betrieb hier sei. «Ich hoffe, dass wir die Kinder und Familien hier weiter auf einigen Schritten in ihrem Alltag begleiten können, und wir freuen uns über alle Fortschritte.»

Betreuung von Kindern aus der Region

Den Rückblick auf die vergangenen 30 Jahre hielt Dr. Beat Knecht, ehemaliger Chefarzt am RZA. Er war Initiant der Ambulanten Therapien. Zu Beginn seiner Ausführungen gratulierte er dem Team und betonte: «Dieses Jubiläum ist ein Meilenstein in der Geschichte des RZA.» Politisch sei es vor 30 Jahren eine unsichere Zeit gewesen. «Und auch hier war es unruhig, denn wir waren am Bauen.» Damals entstand die Idee, zusammen mit dem Schulzweckverband eine Stelle für Frühberatung und Therapie zu gründen. Gedacht, getan.

Die erste Beraterin war Judith Marbach. Fast zehn Jahre lang wurde die Stelle mit Pädagogen und Therapeuten geführt. Doch irgendwann wurden die Platzverhältnisse zu eng. Die Pädagogen zogen aus. «Unsere Stelle hier nannten wir dann Medizinische Beratungs- und Therapiestelle, MBT», so Beat Knecht. «Für beide Angebote bestand in der Region grosser Bedarf.» Nach wie vor sei die Abteilung Ambulante Therapien RZA gut vernetzt in der Region und mit den zuweisenden Ärzten. «Denn hier betreuen wir die Kinder aus der Umgebung.» Auch der Chefarzt des RZA, Dr. Andreas Meyer, gab seiner Freude über das Jubiläum Ausdruck. «Ich freue mich zudem, dass ihr hier im Mäxikubus eine neue Heimat gefunden habt», sagte er zum Therapie-Team und ergänzte humorvoll: «Da ja jetzt eine Geburtstagsparty stattfindet, habe ich auch ein Geschenkli dabei.» Er entrollte einen Gutschein für ein Team-Essen und erhielt dafür natürlich mit grossen Applaus.

Am 5. Juni, 13.30 bis 16.30 Uhr heisst es am Rehabilitationszentrum in Affoltern: Spiel und Spass! Am Spielnachmittag werden 20 Jahre Ponystall gefeiert.

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