Bezirk Affoltern
27.09.2021

Angedachte Ideen weiterentwickeln

Arianne Moser. (Archivbild zvg.)

Arianne Moser. (Archivbild zvg.)

Erwin Leuerberger, Gemeinde­präsident von Bonstetten, tritt an den Erneuerungswahlen vom 27. März 2022 nicht mehr an. Arianne Moser, Gemeinde- und Kantonsrätin, stellt sich für seine Nachfolge zur Verfügung

Von: Thomas Stöckli

Eine Legislatur sei genug, das hat sich Erwin Leuenberger, Gemeindepräsident von Bonstetten, gesagt, zumal es eine sehr intensive gewesen sei. «Wir waren froh, dass er vor vier Jahren ins Vakuum gesprungen ist – und er hat es hervorragend gemacht», würdigt Gemeinderatskollegin Arianne Moser sein Engagement. Überhaupt sei die Zusammenarbeit in der Behörde in den letzten dreieinhalb Jahren sehr konstruktiv gewesen. «Ich hoffe, dass wir das so weiterziehen können.»

«Ich will mithelfen, die Ideen, die angedacht sind, zu realisieren», nennt Arianne Moser als Hauptmotivation, wieder für den Gemeinderat anzutreten. «Und als Präsidentin hätte ich sicher noch mehr Hebel, das positiv zu beeinflussen.» Konkret geht es um die Dorfentwicklung, das Projekt Heumoos, welches der Gemeinderat heute Dienstagabend vorstellen wird, und die Zentrumsgestaltung. «Die Gemeinde besitzt im Dorfzentrum mehrere Objekte und muss sich Gedanken machen, wie sie diese künftig nutzen will. Bei einem ist der Handlungsbedarf so gross, dass es schon länger nicht mehr bewohnbar ist.» Als weitere Stichworte nennt sie etwa das Wohnen im Alter sowie den Lochenweiher.

«Es macht Sinn, dass jemand das Präsidium übernimmt, der bereits im Gemeinderat ist», so die Überzeugung von Arianne Moser. Von ihren amtierenden Ratskollegen werde aber sicher niemand kandidieren. Das habe sie in ihrer Überzeugung ebenso gestärkt wie der Zuspruch, den sie von verschiedenen Seiten erhalten habe. Wegen der Kapazitäten macht sich die engagierte Unternehmerin und FDP-Kantonsrätin keine Sorgen. «Ich glaube nicht, dass die ­Belastung in der Summe grösser wird», sagt sie. Von ihren zeitintensiven Ressorts Finanzen und Gesundheit würde sie als Gemeindepräsidentin sicher eines abgeben müssen. Und falls der Aufwand trotzdem zu gross würde? «Das Gemeinderatsmandat hat für mich höhere Priorität als das Kantonsratsmandat», betont sie – und fügt an: «Ich finde Bonstetten eine lässige Gemeinde.»