Bezirk Affoltern
07.06.2022

125 Jahre für die Verschönerung Hausen

Zum Geburtstag posiert der Vorstand natürlich um eine der VVH-Bänke am Türlersee. Vorne von links: Eveline Aufiero mit ihrer Vorgängerin Brigitt Maier 
und Präsident Markus Wetli. Hinten: Markus Furrer, Andy Lüscher, Doris Dal Pont, Frank Peter und Werni Haas. (Bild er Marianne Voss)
Auf der Veranda des Camping-Restaurants Türlersee referierte Bernhard Schneider über die geschichtlichen Zusammenhänge zur Zeit der Vereinsgründung.

Zum Geburtstag posiert der Vorstand natürlich um eine der VVH-Bänke am Türlersee. Vorne von links: Eveline Aufiero mit ihrer Vorgängerin Brigitt Maier

Zum Geburtstag posiert der Vorstand natürlich um eine der VVH-Bänke am Türlersee. Vorne von links: Eveline Aufiero mit ihrer Vorgängerin Brigitt Maier 
und Präsident Markus Wetli. Hinten: Markus Furrer, Andy Lüscher, Doris Dal Pont, Frank Peter und Werni Haas. (Bild er Marianne Voss)
Auf der Veranda des Camping-Restaurants Türlersee referierte Bernhard Schneider über die geschichtlichen Zusammenhänge zur Zeit der Vereinsgründung.

und Präsident Markus Wetli. Hinten: Markus Furrer, Andy Lüscher, Doris Dal Pont, Frank Peter und Werni Haas. (Bild er Marianne Voss)

Der Verschönerungsverein Hausen feiert dieses Jahr seinen 125. Geburtstag. Die General­versammlung am vergangenen Donnerstag mit Apéro, Referat und Jodelliedern stand unter dem Zeichen des Jubiläums.

Von: Von Marianne Voss

Der Verschönerungsverein Hausen (VVH) kann dieses Jahr auf eine 125-jährige Vereinstätigkeit zurückblicken. Der Verein hatte immer zum Ziel, den Einheimischen und Fremden den Aufenthalt in Hausen angenehm zu machen. Das ist stets so geblieben. Auch heute noch setzt sich der Verein dafür ein, Hausen schönzumachen, sei das durch die Ruhebänke, durch die Förderung des Zusammenlebens oder die Unterstützung von Treffpunkten wie Feuerstellen oder Spielplätzen. «Wir möchten durch Erlebnisse den Wert der Umwelt und des Lebensraums hier aufzeigen und wir möchten Tradition und Zukunft mit­einander verbinden.» So formuliert ­Präsident Markus Wetli die Ziele des VVH.

Der Vorstand verwöhnte seine Mitglieder am vergangenen Donnerstag im Camping-Restaurant Türlersee mit ­einem attraktiven Jubiläumsabend. Die Generalversammlung mit den üblichen Traktanden war nur das Vorprogramm. Sämtliche Geschäfte wurden einstimmig gutgeheissen. Im Jahresbericht erklärte Markus Wetli, dass auch im Jahr 2021 die meisten Anlässe der Pandemie zum Opfer gefallen seien. Umso mehr habe die Bevölkerung die Ruhebänke und den schönen Blumenschmuck an den Dorfeingängen geschätzt. Die positive ­Jahresrechnung sei ein Ausdruck davon, dass die Bevölkerung die Arbeit des VVH schätze, erklärte Kassiererin Doris Dal Pont. Der Vorstand wurde einstimmig in seinem Amt bestätigt. Eveline Aufiero – eigentlich schon seit zwei Jahren im Vorstand aktiv – konnte endlich offiziell gewählt werden. Brigitt Maier trat nach 15 Jahren Vorstandstätigkeit zurück. Für ihr grosses und manchmal auch hartnäckiges Engagement zugunsten der Weiterentwicklung des Vereins erhielt sie herzlichen Dank und warmen Applaus.

Auf dem Jahresprogramm 2022 steht nebst dem Kerzenziehen oder dem Weihnachtsmarkt ein weiterer Jubiläumsanlass; am 17. September anlässlich der Einweihung einer Feuerstelle. Ein weiteres Projekt ist die Renovation des Spielplatzes am Türlersee, denn «der Spielplatz wurde zum 100-Jahr-Jubiläum vom VVH errichtet. Jetzt wollen wir ihn auch unterhalten», so der Präsident.

Entstehung der Vereine

Nach einem schmackhaften Apéro führte Bernhard Schneider, Historiker und Publizist, die Mitglieder in die Gründungszeit des VVH. Er tat dies ohne Power-Point-Präsentation, sondern überraschte die Anwesenden mit einem hübschen Heft, in dem er die Geschichte kurz und übersichtlich wiedergibt. In seinem Referat zeigte er anschaulich, spannend und auch humorvoll die historischen Zusammenhänge auf, die zur Entstehung der Vereine im 19. Jahrhundert führten. 1897, im Gründungsjahr des Verschönerungsvereins Hausen, wurde das Aspirin entwickelt, das erste Luftschiff hob ab, das Schweizer Sackmesser wurde registriert und das Goldvreneli als Zahlungsmittel akzeptiert. «In den Vereinen kamen Menschen aus allen sozialen Schichten zusammen», betonte der Referent. «Das Vereinswesen spiegelte ein neues Selbstbewusstsein des Landes.»

Genau dieses positive Selbstbewusstsein kam dann beim Besuch des Jodelklubs am Albis zum Ausdruck. Er brachte dem VVH zur Gratulation ein musikalisches Geburtstagsständchen und sang unter anderen natürlich auch das schöne Lied «Türlersee».