12.02.2017

Frank Rutishauser holt Bonstetter Gemeindepräsidium

Claudia Schuler machte das Rennen um den frei werdenden Sitz im Gemeinderat Bonstetten, Frank Rutishauser übernimmt das Präsidium. (Bild zvg.)

Claudia Schuler machte das Rennen um den frei werdenden Sitz im Gemeinderat Bonstetten, Frank Rutishauser übernimmt das Präsidium. (Bild zvg.)

Der Wahl- und Abstimmungssonntag hat auch im Säuliamt für Spannung gesorgt.

In Bonstetten wurden als Ersatz für den zurücktretenden Bruno Steinemann ein Gemeinderatsmitglied und ein Gemeindepräsident gewählt. Den Sitz im Gemeinderat holte sich Claudia Schuler souverän mit 1312 von 1738 gültigen Stimmen. In dieser Deutlichkeit hätte sie das nicht erwartet, so die neue Gemeinderätin glücklich. Als Gründe dafür nennt sie den Wunsch der Bonstetter nach mehr Frauen im Gemeinderat, die Sympathie für Parteilose und Unverständnis darüber, dass die FDP die Hälfte des Gemeinderats stellen wollte.

Präsidiert wird der Gemeinderat neu von Frank Rutishauser. Er setzte sich mit 882 zu 746 Stimmen gegen Claude Wuillemin durch. Anfang März wird sich der Gemeinderat in neuer Zusammensetzung konstituieren. Bleibt zu hoffen, dass nach den Turbulenzen des Wahlkampfs - insbesondere ums Präsidium - nun wieder Ruhe einkehrt.

Zustimmung zum Sozialdienst

Mit 84,7 Prozent sprachen sich die Stimmberechtigten in Aeugst, Hausen, Hedingen, Knonau, Maschwanden, Mettmenstetten, Obfelden und Ottenbach überaus deutlich für eine gemeinsame IKA Sozialdienst aus. «Die hohe Zustimmung zur Gründung einer interkommunalen Anstalt IKA Sozialdienst ist sehr erfreulich und eine gute Basis für die weitere Projektarbeit», verlautet der Kommentar seitens der Projektgruppe SoNeK.

Auch die IKA Sozialdienst Unteramt wurde mit grosser Zustimmung gutgeheissen, in Wettswil mit 87 %, in Bonstetten mit 85,5 % und in Stallikon mit 77,5 %.

Bezirksrat: Neue Ersatzmitglieder unbestritten

Zwei Kandidaten für zwei Sitze: Fast hätten die Ersatzmitglieder des Bezirksrats in stiller Wahl erkoren werden können, doch weil Antoinette Frey-Künzle erst in der zweiten Vorschlagsfrist zur Verfügung stand, musste der Entscheid doch an der Urne fallen. Wenig überraschend machten die Vorgeschlagenen das Rennen deutlich. Der Name Gerhard Gysel stand auf 92 % der 11'708 gültigen Stimmzettel, Antoinette Frey-Künzle brachte es auf 9665 Stimmen, das sind 83 %. Statthalter Claude Schmidt und die beiden Bezirksrätinnen Ruth Früh, FDP, und Hanna Stutz, BDP, waren bereits im November 2016 in stiller Wahl bestätigt worden. Die beiden Ersatzmitglieder werden ihr Amt im Verlauf des März antreten, so Statthalter Claude Schmidt. Auf sonderlich viele Einsätze dürfen sie allerdings nicht hoffen. Üblich seien drei bis vier pro Amtsperiode.

 

Wasserversorgung: Hausen kooperiert mit Kappel

Kappel hat dem hydraulischen Zusammenschluss mit Hausen bereits im Oktober 2016 zugestimmt, Hausen zieht nun nach: An der Urne heissen die Stimmberechtigten das 7,35-Mio. Projekt Zusammenschluss und Ausbau mit 945 Ja- zu 196 Nein-Stimmen deutlich gut. Kein Wunder: Der hydraulische Zusammenschluss der Wasserversorgungen Hausen und Kappel erhöht nicht nur die Versorgungssicherheit, sondern spart auch noch Kosten für Anlagen- und Leitungsbau. Das alte Reservoir Ebertswil, welches in vielerlei Hinsicht nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht, wird durch ein neues am Standort Ebertswilerholz ersetzt. Damit können die Druckverhältnisse in Ebertswil verbessert und die drei Zonen Hausen, Ebertswil und Kappel im Ringschluss zusammengeführt werden. Der Zusammenschluss ist rein wassertechnisch. Rechtlich bleiben die Wassergenossenschaft Kappel und die Wasserversorgung Hausen eigenständig.

Energie-Contracting: Stallikon stimmt nachträglich zu

Zur Holzschnitzelheizung und zum Wärmeverbund für die öffentlichen Bauten im Dorf hat die Stalliker Gemeindeversammlung vor bald fünf Jahren 960 000 Franken bewilligt. Der Gemeinderat Stallikon entschied sich dann allerdings für ein Energie-Contracting und beauftragte die EKZ mit der Erstellung, dem Betrieb, Unterhalt und Anschluss weiterer öffentlicher Infrastruktur bis 2045. Dafür fallen jährlich pauschal knapp 93 000 Franken an. «Eine gute Lösung», befand Gemeindepräsident Werner Michel an der Gemeindeversammlung vom vergangenen Dezember. Vom Gemeindeamt wurde die Behörde allerdings bereits im Juni 2015 zurückgepfiffen: Das sei Finanzierungs-Leasing. Da der Totalbetrag von 2,88 Mio. Franken die Kompetenz der Gemeindeversammlung übersteigt, musste der Entscheid an der Urne fallen – nun halt nachträglich. Mit 786 Ja- zu 233 Nein-Stimmen (Stimmbeteiligung: 45,75 %) stärkte die Bevölkerung der Behörde deutlich den Rücken. (tst./kb.)