Bezirk Affoltern
04.07.2019

Grosse Party am Jubiläums-Anlass

«Chica Torpedo» packten die Zuhörerinnen und Zuhörer auf dem Bonstetter Dorfplatz im Nu.<em> (Bilder zvg.)</em>Mitsingen erlaubt bei den Mundart-Coversongs von «Laurent &amp; Max».Grosses Interesse am Tanzkurs mit Martin «Kuba» Kubalek (vorne).

«Chica Torpedo» packten die Zuhörerinnen und Zuhörer auf dem Bonstetter Dorfplatz im Nu. (Bilder zvg.)

Mitsingen erlaubt bei den Mundart-Coversongs von «Laurent & Max».

Grosses Interesse am Tanzkurs mit Martin «Kuba» Kubalek (vorne).

Bonstetten feierte am letzten Samstag sein 20-Jahre-«Musig im Dorf»-Jubiläum mit tollen Acts auf und neben der Bühne und wurde mit einem riesigen Publikumsaufmarsch belohnt.

Während auf dem Dorfplatz die Aufbauarbeiten noch in vollem Gang waren, trafen immer wieder Gruppen, die den Actionbound in Angriff genommen hatten, im Ziel ein. Bis zum Beginn des Kinderkonzerts waren es 41 Teams mit insgesamt 99 Teilnehmenden, die bei weit über 30°C versucht hatten, die witzigen, kniffligen und zum Schätzen anregenden Fragen rund um den Dorfkern von Bonstetten zu lösen.

Kurz nach 17 Uhr betraten die zwei Herren von «Laurent & Max» die Bühne und erklärten der Welt die Welt aus Sicht von Kindergarten- und Primarschulkindern. Der Platz vor der Bühne füllte sich trotz der Hitze im Nu. Kein Wunder, denn die Songs konnten selbst Eltern und Grosseltern nicht einfach kalt lassen, die mit Kindern und Enkeln aus dem Schatten heranströmten. Mitsingen war erlaubt, wenn «Ga-ga-gagele» (mit dem Stuhl wippen) zur Melodie von Lady Gagas Pokerface erklang.

Stadionsprecher und Tanzkurs

Gegen Ende vom Konzert wurden die drei Actionbound-Siegerteams vom Platzsprecher auf die Bühne geholt, um die witzigen und zum Anlass passenden Preise abzuholen. Von wegen Platzspeaker: «Musig im Dorf» konnte den begnadeten Stadionsprecher Frank Kleiner für sein Jubiläum gewinnen. Vor jedem Speech mit einem Jingle angekündigt, führte der Heimwehsäuliämtler gekonnt durchs Programm.

Während mehr und mehr Leute die immer kleiner werdenden Lücken auf den Festbänken besetzten, setzte sich auf der Platzmitte Martin «Kuba» Kubalek mit seiner Tanzpartnerin als Tanzlehrer durch. Charmant führte er die etwa 25 Paare in die Geheimnisse des Merengue-Tanzes ein. Eigentlich wäre die Hitze kaum zu ertragen gewesen, doch der erfrischende Lehrgang trieb die Teilnehmenden zum Weitermachen.

Pioniergeist der Gründerfamilien

Inzwischen trugen die «Musig im Dorf»-Köche das Essen auf. Leckere gefüllte Sweet Patatoes, Steinpilzrisotto und erfrischende Salate erfreuten die unzähligen Gaumen. Daneben gehörte auch eine breite Auswahl an Grillgut zu diesem zauberhaften Sommerabend. Das neue Gastrokonzept mit Streetfood-Ständen ist für «Musig im Dorf» äusserst erfolgreich gestartet.

Jetzt war es Zeit, einen Blick auf die vergangenen 20 Jahre zu werfen. Bea Liera, die Vereinspräsidentin, betonte im Interview den Pioniergeist der Gründerfamilien (Moser, Glättli, Ricklin), die vor 20 Jahren mit bescheidensten Mitteln und grosser Risikobereitschaft aus dem Nichts einen Anlass begründeten, der heute nicht mehr aus dem Dorfleben wegzudenken ist. Sie lenkte den Blick auf das grosse Engagement im Hintergrund, das von Dutzenden von Freiwilligen geleistet werden muss. Der herzliche Applaus galt all denen, die mit dunkelroten T-Shirts bekleidet auf Platz waren.

«Chica Torpedo» mit Spielfreude

Nun konnte der Hauptact beginnen. «Chica Torpedo» mit ihrem charismatischen Frontmann Schmidi Schmidhauser packte die Zuschauerinnen und Zuschauer im Nu. Zwar dominierte der Tausendsassa die Bühnenmitte, aber was die acht Musikerinnen und Musiker rundherum leisteten und mit welcher Spielfreude sie ihre Instrumente bedienten, war ein Ohrenschmaus. Es dauerte nicht lange und die ersten Salsatanzcracks wirbelten vor der Bühne herum. Durch diese ermutigt, wagten auch die Paare vom Merengue-Tanzkurs ihr Gelerntes auszuprobieren.

Mehrmals wurde «Chica Torpedo» nach ihrem fulminanten Auftritt wieder auf die Bühne gerufen. Mit ihrem letzten Song, der auch Albumtitel ist, «Corazon Total» verabschiedeten sich die sympathischen Berner vom Publikum und überliessen die Bühne der Spätschicht vom Abend: Pascal Casartelli, alias DJ Casa. Dieser machte den Dorfplatz noch bis tief in die Nacht zum schweisstreibenden Club. Dann ertönte zum letzten Mal der Jingle und mit ihm bedankte sich «Musig im Dorf» für den grossartigen Publikumsaufmarsch und freut sich auf ein 21. Wiedersehen 2020! (ksch)