A4-Zubringer: Noch fehlen 130 Meter

Mit Ausnahme eines 130 Meter langen Abschnitts im Obfelder Dorfteil Bickwil ist die regierungsrätliche Festsetzung des Projekts für den A4-Zubringer Ottenbach/Obfelden rechtskräftig. Dort geht es um Lärmschutz. Offen ist, ob die Baumaschinen noch in diesem Jahr auffahren.

Im Obfelder Dorfteil Bickwil ist die Frage des Lärmschutzes teilweise noch offen. <em>(Bild Werner Schneiter)</em>
Im Obfelder Dorfteil Bickwil ist die Frage des Lärmschutzes teilweise noch offen. <em>(Bild Werner Schneiter)</em>

Strassenbauten erfordern viel Geduld. Da ist das Projekt für den A4-Autobahnzubringer Ottenbach/Obfelden keine Ausnahme. Das Thema erstreckt sich über eine Zeitspanne von mehr als vier Jahrzehnten, ehe der Regierungsrat eine abstimmungsreife Vorlage präsentierte. Am 23. September 2012 befürwortete das Zürcher Volk mit 62,6 Prozent Ja-Stimmen den Objektkredit von 65,4 Millionen Franken. Die zweite Hürde erfolgte im Herbst in Form einer Planauflage für das Detailprojekt. In diesem Rahmen mussten 77 Einsprachen behandelt werden. Rund die Hälfte davon betraf den Landerwerb, je ein Viertel Linienführung und Lärmschutz. Fünf mussten danach vom Verwaltungsgericht behandelt werden. Letztlich hiess das Verwaltungsgericht eine Beschwerde teilweise gut. Es wies diese zur Bearbeitung an den Regierungsrat zurück. Es geht um Lärmschutz auf einem 130 Meter langen Abschnitt im Obfelder Dorfteil Bickwil, wie Thomas Maag, stellvertretender Kommunikationschef der Baudirektion, auf Anfrage erklärte. Er räumte auch ein, dass wegen der Einsprachen und der Gerichtsentscheide geringfügige Projektänderungen nötig sind. Auf die Gesamtkosten von 65,4 Mio. Franken hat das nach seinen Worten keinen Einfluss. An diesen Kosten beteiligt sich der Bund mit 25,8 Mio. Franken.

Drei Jahre Bauzeit

Die archäologischen Sondierungen, mit denen im November 2017 begonnen wurde, sind noch nicht abgeschlossen. «Bisher gab es hier keine Überraschungen», so Maag. Ob es hinsichtlich Baustart zu Überraschungen kommt, ist unklar. Auf einen Termin will sich der Sprecher der Baudirektion nicht festlegen. «Den können wir erst dann kommunizieren, wenn der Regierungsrat im Rahmen des Submissionsverfahrens die Vergabe an den Unternehmer bewilligt hat», sagt Thomas Maag. Er lässt dabei offen, ob die Baumaschinen noch in diesem Jahr auffahren werden. Noch bevor die Ottenbacher Gemeindeversammlung am 11. April über einen Projektierungskredit von 145 000 Franken für Detailplanung und Projektierung der Zentrumsfläche entscheidet, will die Baudirektion diesen Baubeginn mittels Medienmitteilung zumindest zeitlich etwas eingrenzen. Die Bauzeit beträgt in jedem Fall etwa drei Jahre.

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