Maschwanden fällt aus der Reihe
Fortsetzung: «Müller-Mehrheit – und die Säuliamt-Spezialitäten»
In Ottenbach steht Müller mit 36 Personen vorn, doch die eigentliche Geschichte erzählen Hegetschweiler und Berli mit jeweils über zwanzig Einträgen. Schneebeli, Sidler, Häberling, Lehmann und viele weitere klassische Schweizer Namen sitzen in der oberen Ranghälfte, während Ramadani, Kadriu oder Veliju das moderne, durch Migration geprägte Säuliamt widerspiegeln.
Obfelden bietet eine Mischlage: Meier liegt mit 51 Personen vor Müller (43) und Huber (36), dazu stossen Häberling, Bala und Weber in die Spitze. Schneebeli und Gut sind prominent vertreten, ebenso Shala, Gashi, Halimi, Krasniqi und andere Zuwanderer‑Namen – eine Namensvielfalt, die den Übergang von Dorf zu Agglomerationsgemeinde deutlich macht.
Mettmenstetten ist ein Schwergewicht: Müller führt mit 73 Personen deutlich, dahinter kommen Suter, Schmid, Meier, Baumann und Huber allesamt mit hohen zweistelligen Zahlen. Vollenweider erscheint mit 28 Einträgen besonders stark und reiht sich damit in die Liga der wichtigsten Säuliamt‑Namen ein, dazu kommen Wyss, Ott, Zimmermann und viele weitere grosse Schweizer Familiennamen.
Maschwanden fällt aus der Reihe: Hier dominieren Studer (19) und Künzi (15), während Müller oder Meier in der Spitze gar nicht auftauchen. Frei, Maurer, Bär, Bühlmann, Füglister und Huwiler sind hier die Trägerfamilien – ein Hinweis darauf, dass das Säuliamt nicht überall gleich aussieht, sondern gerade in den kleinsten Gemeinden eigene, stark lokal verwurzelte Namenslandschaften kennt.
Rifferswil zeigt, wie ein kleines Dorf statistisch funktioniert: Müller (20) wird von Haller und Meier (je 16) gefolgt, dann kommen Hurter, Huber und Roth. Schneebeli und Vollenweider sind mit je sieben Personen klar sichtbar und tragen in dieser Gemeinde besonders zur «typisch Säuliamt‑haften» Note bei.
Knonau wird von Huber (25) und Bucher (18) angeführt, während Meier und Müller mit je 15 Personen auf Augenhöhe liegen. Gut, Baumgartner, Iten, Röthlisberger und ein breites Feld von Namen wie Sidler, Baumann oder Schmid zeigen, wie sich ländliche Tradition und Agglomerationsnähe mischen.
Im kleinen Kappel steht Müller mit 25 Personen an der Spitze, doch direkt dahinter folgen Bär, Steinmann, Wüest sowie Berweger und Schneebeli. Vollenweider taucht erneut mit zehn Einträgen auf – zusammen mit Schneebeli und Bär ein klarer Hinweis darauf, dass Kappel stärker von regionalen Familiennamen geprägt ist als von den grossen nationalen.
In Hausen teilen sich Huber und Müller mit je 34 Einträgen den ersten Rang, dahinter folgen Baumann, Widmer, Studer und Meier. Auffällig sind Namen wie Vollenweider, Götschi oder Häcki, die hier zweistellige Werte erreichen und zusammen mit typischen «Albiskette‑Namen» wie Bachmann, Rüegg oder Gasser den ländlichen Charakter der Gemeinde unterstreichen.
Nationale und regionale Traditionen miteinander verflochten
Damit schliesst sich der Kreis: Die Statistik erzählt, was man im Alltag längst spürt. Im Säuliamt begegnet man auf jedem Vereinsprotokoll und jeder Stimmliste zuerst den grossen Schweizer Klassikern – Müller, Meier, Schmid, Huber, Baumann, Keller oder Weber –, und doch wären Affoltern, Hedingen oder Kappel ohne Schneebeli, Spillmann, Vollenweider, Häberling, Glättli und Hegetschweiler nicht dasselbe. Die offizielle Namensauswertung aus dem Jahr 2021 zeigt, wie eng nationale und regionale Familientraditionen miteinander verflochten sind: Die Schweiz im Kleinen dominiert die Ranglisten, aber die typischen Säuliamt‑Namen setzen überall ihre Akzente – vom «Studer‑Dorf» Maschwanden über das migrantisch geprägte Affoltern bis zur Agglogemeinde Wettswil.
So liest sich der Bezirk Affoltern am Ende wie ein Namensatlas zwischen Albiskette und Reuss: die vertrauten Müller und Meier als Fundament, darübergelegt ein feines Geflecht aus regionalen und zugewanderten Familien, das das Säuliamt unverwechselbar macht.


