Ämtler Unternehmen sind zufrieden

Die grosse Mehrheit der im Ämtler Arbeitgeberverband organisierten Unternehmen ist mit dem Geschäftsgang 2017 zufrieden. Auch für 2018 überwiegen die optimistischen Prognosen, wie im Rahmen der traditionellen Umfrage zu erfahren war.

Dieter Greber, Präsident des Ämtler Arbeitgeberverbandes und CEO der Leuthard AG (links), mit Referent Roland Brüniger an der November-Veranstaltung im Senevita Obstgarten in Affoltern. (Bild Werner Schneiter)
Dieter Greber, Präsident des Ämtler Arbeitgeberverbandes und CEO der Leuthard AG (links), mit Referent Roland Brüniger an der November-Veranstaltung im Senevita Obstgarten in Affoltern. (Bild Werner Schneiter)

Was früher in der November-Versammlung des Ämtler Arbeitgeberverbandes mit «Löhne und Gehälter» betitelt war, heisst heute «Rückblick und Ausblick». Die 64 im Verband organisierten Firmen werden jeweils vor der Veranstaltung mit einem Formular bedient. Darin wird unter anderem nach der Anzahl der Beschäftigten, nach dem Geschäftsgang des laufenden Jahres, den Aussichten für das kommende Jahr, nach Investitionen und nach Lohnerhöhungen gefragt.

Antworten darauf folgen schliesslich an dieser traditionellen November-Veranstaltung, wo allerdings keine Angaben zu Umsatzzahlen kommuniziert werden. Fazit: Die grosse Mehrheit der Mitgliedsfirmen zeigt sich zufrieden mit dem Geschäftsgang des laufenden Jahres. Und auch bei den Prognosen für das Jahr 2018 herrscht grossmehrheitlich Zuversicht. 70 Prozent der Befragten gaben eine bessere Auslastung als erwartet an. Und auch im kommenden Jahr glauben 62 Prozent an eine Steigerung. Diese Zuversicht widerspiegelt sich auch in der Zahl der Mitarbeitenden der Mitgliedsfirmen, die innerhalb eines Jahres von 5100 auf 5400 gestiegen ist. Insgesamt beschäftigen diese fast 270 Lehrlinge; einzelne Firmen möchten mehr junge Leute ausbilden, finden aber offenbar keine. Die Zahl der Beschäftigten bewegt sich bei Verbandsfirmen zwischen einem knappen Dutzend und fast 550 in der Ernst Schweizer AG in Hedingen.

Mehrheitlich wird auf individuelle Lohnerhöhungen im Bereich von 0,1 bis 1 Prozent gesetzt. Auch Investitionen sind Thema, die oft vor dem Hintergrund einer fortschreitenden Digitalisierung erfolgen. Einzelne Firmen beziffern diese jährlichen Investitionen auf über eine Million Franken. Da und dort werden natürlich auch der zum Teil ausufernde Preiskampf, der Margenzerfall und die «Regulierungswut» beklagt. Auffallend auch, dass nur wenige Firmen Exportgeschäfte tätigen. Drei Firmen kündigten für 2018 Jubiläen an: Die Leuthard AG wird 100-jährig, während die Zingg Transporte AG (Hedingen) und die Buchhandlung Scheidegger (Affoltern) auf 50 Jahre Firmentätigkeit zurückblicken werden.

Energie-Effizienz

Im Rahmen dieser Veranstaltung vom letzten Mittwoch in der Senevita Obstgarten in Affoltern referierte Roland Brüniger aus Ottenbach über Förder- und Effizienzmöglichkeiten im Bereich der Energie. Der Inhaber eines Beratungs- und Engineering-Unternehmens ist auch Leiter Forschungsprogramm im Bereich der Elektrizitätstechnologie des Bundesamtes für Energie (BFE). Er machte auf die verschiedenen Forschungsprogramme und -töpfe aufmerksam, wo zwischen 10 und 45 Millionen Franken zur Verfügung stehen.

Brüniger präsentierte eindrückliche Zahlen, unter anderem zum Standby-Stromverbrauch, der beispielsweise bei der weltweiten Nutzung von Haushaltgeräten dem Verbrauch in Portugal entspricht. In diesem Zusammenhang machte der Referent auf das Energie-Vorsorgeberatungsnetz des BFE für KMU aufmerksam. Zertifizierte Berater stehen da zur Verfügung, die bei Bedarf einen einfachen Massnahmeplan für Energie-Effizienz ausarbeiten können.

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