Aeugst sagt dreimal Ja zum Spital

An der vorberatenden Gemeindeversammlung im Kulturraum des Schulhauses Gallenbüel in Aeugst sagten die Stimmbürger am Donnerstag mit überwältigender Mehrheit Ja zum Spital.

Grosse Aufmerksamkeit für den Präsidenten der Spital-Betriebskommission, Stefan Gyseler. <em>(Bild Martin Mullis)</em>
Grosse Aufmerksamkeit für den Präsidenten der Spital-Betriebskommission, Stefan Gyseler. <em>(Bild Martin Mullis)</em>

Das Interesse an den Abstimmungsvorlagen der Gemeinde Aeugst war gross. Zur informellen Gemeindeversammlung im Kulturraum des Schulhauses Gallenbüel, durfte Gemeindepräsidentin Nadia Hausheer am letzten Donnerstag 80 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger begrüssen. Die Wichtigkeit des Themas unterstrichen aber auch einige prominente Gäste. Anwesend waren der Präsident der Betriebskommission, Stefan Gyseler, der Spitaldirektor, Michael Buik, sowie der Chefarzt Chirurgie Dr. Matthias Wiens. Gemeindepräsidentin Gaby Noser-Fanger aus Ottenbach und Jakob Müller, Gemeindepräsident von Kappel, bekundeten ebenfalls grosses Interesse an den Entscheiden der Aeugster Stimmbürger.

Stefan Gyseler verstand es mit seinen prägnanten und deutlichen Ausführungen ausgezeichnet, die für die Zukunft vorgesehene Strategie vorzustellen. Im Wesentlichen hielt er fest, dass die Anzahl der Spitalbetten nicht mit der Versorgungsrelevanz verglichen werden. Weiter erwähnte er einige geplante Pluspunkte des geplanten Vorgehens.

Den Vorsprung Alters- und Palliativmedizin beibehalten

Es betrifft dies eine Zusammenarbeit mit dem Stadtspital Triemli, den weiterführenden fachlichen Vorsprung in Bezug auf die Alters- und Palliativmedizin, sowie die vorgesehenen Haus- und Facharzt-Praxen. Von ausserordentlicher Bedeutung sei, so Gyseler, die Sicherstellung der Notfallversorgung, welche natürlich weiterhin gewährleistet bleibe.

In seiner Analyse kam er auch auf den Infrastruktur- und Investitionsbedarf zu sprechen. Da die genauen Leistungsaufträge des Kantons Zürich erst im Jahre 2021 bekannt sind, sei der Abstimmungstermin der Volksabstimmung auf den Mai 2022 geplant, hielt Stefan Gyseler fest. Abschliessend nannte er die interkommunale Vereinbarung (IKV), als Basis zur Gründung der gemeinnützigen AG Spital, als zentralen Punkt der Gesundheitsversorgung unseres Bezirks. Nach weiteren Informationen von Gemeinderat Matthias Bauer und kurzen Diskussionen und Fragen aus dem Publikum, liess die Gemeindepräsidentin über die drei Anträge abstimmen.

Mit nur einer Gegenstimme dreimal Ja

Den Anträgen des Gemeinderates Aeugst, zur Auflösung des Zweckverbandes, zur Gründung der Interkommunalen Anstalt (IKA) Pflegezentrum Sonnenberg, sowie zur Gründung der Interkommunalen Vereinbarung (IKV) zur Gründung der Gemeinnützigen Spital AG, stimmte der Aeugster Souverän grossmehrheitlich, mit lediglich jeweils einer Gegenstimme zu.

Mit einer Anfrage forderte ein junger Stimmbürger den Gemeinderat auf, in Aeugst den Klimanotstand auszurufen. Gemeindepräsidentin Hausheer lehnte diese Forderung namens des Gesamtgemeinderates ab. Sie begründete die Ablehnung mit der Tatsache, dass die Gemeinde Aeugst bereits grosse Anstrengungen im Bereich Nachhaltigkeit und Energie unternommen habe. Ausserdem sei die Gemeinde mindestens in einem Punkt der Forderung gar nicht in der Lage, diese zu erfüllen. Gemeinderat Bruno Fuchs unterstrich als Präsident der Energiekommission die Bemühungen und schilderte die Ziele des Energieleitbildes. Im Übrigen, so hielt Fuchs fest, besitze Aeugst bereits das Label «Energiestadt».

Weitere Artikel zu «Bezirk Affoltern», die sie interessieren könnten

Bezirk Affoltern27.08.2026

Müller‑Mehrheit – und die Säuliamt‑Spezialitäten

Offizielle Namensdaten: Im Bezirk Affoltern dominieren die grossen Schweizer Klassiker
Maschwanden fällt aus der Reihe
Bezirk Affoltern27.08.2026

Maschwanden fällt aus der Reihe

Fortsetzung: «Müller-Mehrheit – und die Säuliamt-Spezialitäten»
Ungleiches Abstimmungsbudget? Schweizweit, so auch im Knonauer Amt, finden sich viele Plakate, die für eine Annahme der Neutralitätsinitiative werben, wie dieses hier in Affoltern. Solche für die Ernährungsinitiative sind eher selten zu sehen, we
Bezirk Affoltern27.08.2026

Neutralität und Ernährung im Fokus

Über diese zwei nationalen Abstimmungsvorlagen gilt es, am 27. September an der Urne zu befinden