Aktive Standortförderung im Säuliamt

Erfolgsmeldungen aus den Bereichen Bildung, Energie und Umweltschutz

Der Vorstand der Standortförderung Knonauer Amt von links: Sabine Weisbrod, Nathanael Wenger, Vreni Spinner, Samuel Schweizer, Präsident Marcel Strebel, Roger Schumacher, Raphael Frei, Toni Schönbächler, Geschäftsführer Johannes Bartels, Angela Studer, Peter Wehrli, Eveline Fenner, Iris Geissbühler (nicht auf dem Bild Eliane Studer Kilchenmann). (Bild Martin Platter)

Der Vorstand der Standortförderung Knonauer Amt von links: Sabine Weisbrod, Nathanael Wenger, Vreni Spinner, Samuel Schweizer, Präsident Marcel Strebel, Roger Schumacher, Raphael Frei, Toni Schönbächler, Geschäftsführer Johannes Bartels, Angela Studer, Peter Wehrli, Eveline Fenner, Iris Geissbühler (nicht auf dem Bild Eliane Studer Kilchenmann). (Bild Martin Platter)

Die gut besuchte Generalversammlung der Standortförderung Knonauer Amt am letzten Donnerstagabend in Affoltern stand ganz im Zeichen regionaler Erfolge und zukunftsweisender Projekte. Präsident Marcel Strebel eröffnete die Versammlung mit einer Prise Humor und dankte den Anwesenden für ihr Erscheinen trotz des schönen Wetters, während er mit einem Augenzwinkern anmerkte, dass die Entschuldigten dann im Protokoll vermerkt würden, was im Saal Gelächter auslöste.

Viel Zeit beanspruchte der Tätigkeitsbericht. Unter dem Motto «Vom Wimmelbild zu den acht Handlungsfeldern» blickte Geschäftsführer Johannes Bartels auf ein intensives Vereinsjahr mit insgesamt neun erfolgreichen Veranstaltungen zurück. Das dichte Programm reichte vom KMU-Workshop im Januar über das Unternehmerfrühstück im Mai bis hin zum Immobilien-Zmorge mit dem Schwerpunkt zirkuläres Bauen und der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten im Oktober. Ein besonderer Meilenstein gelang zudem im Juli 2025, als eine sechsköpfige Delegation direkt im Büro bei Bildungsdirektorin Silvia Steiner für eine Mittelschule im Säuliamt vorsprechen konnte.

Neue Berufswahlschule in Hedingen

Ein weiteres Highlight aus dem Bereich Bildung präsentierte Peter Wehrli, Bezirksrat und Rektor der Berufswahlschule Horgen, der sich stark für eine eigene BWS im Säuliamt einsetzt, damit die aktuell 54 betroffenen Jugendlichen nicht mehr ins Limmattal pendeln müssen. Als idealer Standort wurden leerstehende Räumlichkeiten der Ernst Schweizer AG ins Auge gefasst. Geplant ist, das bewährte pädagogische Konzept aus Horgen und die Trägerschaft der BWS Limmattal zu übernehmen. Der für das Schuljahr 2027/28 angedachte Pilotversuch mit drei Klassen verspricht kürzere Schulwege, mehr Nähe zu den lokalen Lehrbetrieben, die auch im Unterricht vorsprechen dürfen, sowie die Aufnahme von Lernenden mit sonderpädagogischem Bedarf bei maximal gleichbleibenden Kosten, was im Saal mit grossem Applaus gewürdigt wurde. Nathanael Wenger präsentierte die Aktivitäten des Naturnetzes Knonauer Amt, das als Reaktion auf die intensive Waldnutzung seit der Pandemie einen Waldknigge mit grossen Infotafeln initiierte, die an Besucher-Hotspots in sieben Gemeinden aufgestellt wurden. Dazu gab es sechs gut besuchte Biodiversitätsveranstaltungen, und es wurden vier neue Erklärvideos zu Neophyten auf Youtube @naturnetzknonaueramt1408 bereitgestellt. Fürs laufende Jahr ist ein Workshop zu Lichtverschmutzung und intelligenten Lichtsystemen im öffentlichen Raum geplant.

Im Handlungsfeld Energie gibt es ebenfalls tiefgreifende Neuerungen, wie Johannes Bartels berichtete. Künftig wird das Monitoring der erneuerbaren Energieträger über die professionelle Software Ecospeed statt via Excel erfolgen. Durch eine gemeinsame Energieplanung aller Gemeinden liess sich eine Kostenersparnis von 25 bis 30 Prozent erzielen. Aus Zuschüssen der öffentlichen Hand konnten die Finanzierungen für die Machbarkeitsstudie zur saisonalen Wärmespeicherung sowie für die Wirtschaftlichkeitsanalyse der Hofdüngernutzung mittels Biogas aus Gülle gesichert werden. Von Raphael Frei war zu vernehmen, dass die Gratis-Energieberatung forciert werden soll. Bis zum Jahr 2030 ist der vollständige Ersatz von Elektroheizungen gefordert, wofür der Kanton derzeit noch grosszügige Unterstützungsgelder zahlt. Vorsichtig zuversichtlich gab sich Bartels auf die vom Bundesamt für Strassen (Astra) in Aussicht gestellte Baubewilligung für das geplante Solarkraftwerk über der A4, denn so weit sei man schon mal gewesen.

Integrierte Gesundheitsversorgung

Ambitioniert präsentiert sich das Projekt aus dem Bereich integrierte Gesundheitsversorgung, das von Iris Geissbühler betreut wird:

Geplant ist eine Homepage, die Leistungsbedürftige und -erbringer vernetzt und als Informationsquelle für eine umfassende gesundheitliche Prävention und Versorgung im Säuliamt dienen soll, um die Region auch im Gesundheitsbereich für Fachkräfte attraktiv zu machen.

Johannes Bartels berichtete über das Projekt «Region zu Tisch», das mit wissenschaftlicher Begleitung der ZHAW und finanziert durch Stiftungen das Ziel verfolgt, Lebensmittel auf regionaler Ebene mit kurzen Wegen direkt auf die Teller der Konsumenten im Säuliamt zu bringen. Zum Abschluss erzählte Bartels von den vielfältigen Herausforderungen, Unternehmungen im Säuliamt anzusiedeln: «Endlich ist es uns gelungen!» Entsprechend euphorisch würdigte Marcel Strebel den grossen Einsatz Bartels und der übrigen Mitstreiter aus dem Vorstand.

Keine Fragen warfen die formalen Traktanden auf. Bei einem Budget von 234000 Franken endet das Geschäftsjahr mit einem Verlust von 15517 Franken. Beim Mitgliederbestand von 126 gab es sieben Austritte und fünf Eintritte. Entsprechend rechnet Rechnungsführerin Angela Studer bei gleichbleibenden Mitgliederbeiträgen fürs Budget 2027 mit ähnlichen Zahlen wie im Vorjahr. Anstelle der zurücktretenden Eliane Studer Kilchenmann und Sabine Weisbrod wurden Eveline Fenner und Samuel Schweizer einstimmig in den Vorstand gewählt. Präsident Marcel Strebel, sein Vize Ronald Alder sowie die Bisherigen Raphael Frei, Corinne Maag-Stooss, Toni Schönbächler, Roger Schuhmacher, Vreni Spinner und Angela Studer wurden bis 2028 im Amt bestätigt.

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