Anpassungen bei den Postauto-Linien
Mitsprachemöglichkeit bei den zukünftigen ZVV-Fahrplänen bis Ende März

Alle zwei Jahre kann die Bevölkerung beim Fahrplan des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) mitreden. Die öffentliche Auflage für die Fahrplanjahre 2027 und 2028 läuft seit dem 9. März. Eine Mitsprache ist bis am 30. März via eigene Wohngemeinde möglich. Kantonsübergreifende Anpassungen sind jeweils unter dem Vorbehalt der Einigung bei der Finanzierung durch die beteiligten Kantone in der Auflage mit drin.
Über das gesamte ZVV-Gebiet hinweg werden für die kommenden beiden Fahrplanjahre rund 230 Massnahmen aufgelegt, wie der ZVV in seiner Mitteilung schreibt. Die grössten Änderungen betreffen das Busnetz im Glattal. Unter anderem wird dort mit der Linie 430 eine Verbindung zwischen dem Limmattal, Furttal und Glattal geschaffen. In der Stadt Zürich enden die Bauarbeiten im Bereich Bahnhofquai, sodass das Tramnetz wieder regulär betrieben werden kann. Geplante Anpassungen betreffen das Tram 6, welches bis zum Letzigrund verlängert wird, oder auch die Tramlinie 10, welche neu zum Bahnhof Enge fährt.
Nur punktuell bei S-Bahnen
Zu Anpassungen beim S-Bahn-Netz schreibt der ZVV: «Bei der S-Bahn sind hingegen nur punktuelle Änderungen vorgesehen. Grössere Anpassungen sind erst wieder nach dem nächsten Ausbauschritt der Bahninfrastruktur möglich, welcher derzeit auf Bundesebene im Rahmen des Projekts ‹Verkehr 45› erarbeitet wird.» So gibt es auf den im Säuliamt fahrenden S-Bahn-Linien nur eine einzige Anpassung, welche aber für unsere Region keine Auswirkungen hat. Die S5 in Pfäffikon SZ fährt neu direkt als S8 nach Thalwil–Zürich–Winterthur weiter, und in umgekehrter Richtung fährt die S8 dann ab Pfäffikon als S5 in Richtung Uster–Zürich–Affoltern–Zug. Weiter werden zahlreiche S-Bahnen in Richtung Winterthur wegen der beginnenden Bauarbeiten für den mehrjährigen Ausbau der Strecke Zürich–Winterthur umgeleitet oder in Randstunden ersetzt.
Mehr Verbindungen nach Zürich
Im Säuliamt konzentrieren sich die Änderungen auf die Postauto-Linien. Es gibt nichts komplett Neues, aber zahlreiche Verbesserungen. So verkehrt die Linie 200 (Affoltern–Zürich Enge) von Montag bis Freitag jeweils eine halbe Stunde früher. Zu den Hauptverkehrszeiten fährt die Linie zudem jeweils fünf Minuten früher ab, was teils schlankere Anschlüsse von Obfelden oder Ottenbach her ermöglicht. Zudem werden ab Dezember 2026 am Samstag- und Sonntagmorgen jeweils zwei zusätzliche Kurspaare angeboten.
Die Linie 205 (Bonstetten-Wettswil–Arni AG) verkehrt neu wochentags eine halbe Stunde länger und verkehrt erstmals auch an Samstagen – jeweils im Stundentakt. Die Linie 227 (Bonstetten-Wettswil–Birmensdorf) verkehrt neu samstags tagsüber bis 20 Uhr direkt zwischen Stallikon und dem Bahnhof Bonstetten-Wettswil. So werde das Angebot der Linien 205 und 207 von Montag bis Samstag vereinheitlicht und Islisberg auch am Samstag erschlossen. Bei der Linie 228 (Ortsbus Bonstetten) wird mit einer zusätzlichen Verbindung die Mitternachtslücke geschlossen.
Obfelden und Ottenbach betroffen
Anpassungen gibt es für die Bewohnenden von Ottenbach, Zwillikon und Obfelden. Bei den Linien 212 (Affoltern–Obfelden–Ottenbach) und 214 (Affoltern–Zwillikon–Ottenbach) wird der Fokus in den Morgenstunden auf den Weg nach Zürich und in den Abendstunden von Zürich zurück in die Gemeinden gelegt. Das heisst für die Fahrgäste, dass die Linie 214 via Zwillikon neu die Anschlüsse an die S5 nach Zug beziehungsweise für die S14 nach Zürich sicherstellt. Anschlüsse an die S5 nach Zürich werden neu ganztags über die Linie 215 (Zürich Wiedikon–Affoltern) gewährleistet.
In Ottenbach wird die Haltestelle Engelwiese nur noch jeweils ab 21 Uhr und an Sonntagen bedient. Die Linie 214 verkehrt neu direkt zur Haltestelle Zentrum. Die Möglichkeit zur Weiterfahrt auf der Linie 212 während dieser Zeiten ist gemäss öffentlicher Auflage weiterhin gewährleistet.
Fahrplanstabilität im Fokus
In Obfelden werden die Anschlüsse an die S5 nach Zug bzw. die S14 nach Zürich neu von der Linie 217 (Muri AG–Obfelden–Affoltern) gewährleistet. Die Reisezeiten verlängern sich dadurch. Die Anschlüsse an die S5 nach Zürich übernimmt die Linie 212. Die Umstellungen würden gemäss Mitteilung erfolgen, um die Fahrplanstabilität zu verbessern. Die Anschlüsse in Muri und Affoltern können aktuell nicht immer gewährleistet werden. Zudem würde sich die Situation bei der geplanten Einführung von Tempo 30 in Obfelden weiter verschärfen.
Neu fährt die Linie 217 nicht mehr zum Spital Muri, sondern endet beim Bahnhof Muri. Dort besteht dann Anschluss auf die Linie 245, welche den Transfer zum Spital ermöglicht.
Durch die Umstellungen kommt es ab dem 13. Dezember 2026 teils zu Anpassungen der Abfahrtszeiten an den einzelnen Haltestellen.
10
Tage läuft die öffentliche Auflage für die Fahrplanjahre 2027/2028 noch.


