Auch im Säuliamt galt es, Strassen von Bäumen zu befreien
Das Sturmtief «Burglind» hat am Mittwoch auch im Säuliamt Schäden verursacht – etwa in Knonau, wo das Dach einer Remise weggerissen wurde. Hauptaufgabe der Feuerwehren: die durch geknickte Bäume verbarrikadierten Strassen räumen.
Im Kanton Zürich erreichte der Sturm am Mittwoch zwischen 10 und 12 Uhr seine volle Stärke. Auf dem Üetliberg wurden laut Meteoschweiz Windgeschwindigkeiten bis zu 155 km/h gemessen, zwischen Reuss und Albis maximal etwa 140 km/h. «Burglind» wütete in etlichen Wäldern, knickte selbst markante Bäume, die wie Zündhölzer auf Wege und Strassen fielen. Die Feuerwehren im Bezirk Affoltern waren in erster Linie damit beschäftigt, mit Motorsägen die Durchgangsstrassen freizubekommen. Auf die Holzkorporationen und Privatwaldbesitzer wartet in den nächsten Tagen und Wochen eine Menge Arbeit.
Diverse Strassen gesperrt
In und um Affoltern leisteten 30 Feuerwehrmänner und -frauen nach Angaben von Einsatzleiter Michael Huber rund 160 Einsatzstunden. An der Aeugsterstrasse, auf dem Müliberg, im Jonental, an der Sonnenbergstrasse in Spitalnähe und im Bereich des Schützenhauses Zwillikon war stundenlang kein Durchkommen. Da mussten teilweise wuchtige Bäume auf die Seite geschafft werden; auch Mitarbeiter des kantonalen Tiefbauamts standen im Einsatz. In Zwillikon fiel ein Baum auf ein Dach, der mit einem Spezialkran beseitigt werden muss; an der Seewadelstrasse traf es ein Auto.
In Knonau fegte «Burglind» in der Nähe des Schützenhauses das Dach einer Remise weg. Andernorts wurden Ziegel «Opfer» von heftigen Winden. «Auch wir mussten zahlreiche Bäume wegräumen», sagt Martin Pfister, seit 1. Januar 2018 Kommandant der Feuerwehr Knonaueramt Süd. Er schickte rund 30 Feuerwehrleute in den Einsatz.
20 Feuerwehrler wurden laut Kommandant Sämi Schneebeli in Obfelden aufgeboten. So mussten die Tambrigstrasse sowie die durchs Maschwander-/Wolserholz führende Verbindungsstrasse zwischen Obfelden und Maschwanden gesperrt werden. Dutzende von umgefallenen Bäumen verhinderten die Durchfahrt. Auch Ziegel fielen von Dächern, und zudem wurde im Ortsteil Bickwil eine Freileitung heruntergerissen.
Weiler in Hausen abgeschnitten
Viel Arbeit musste auch die mit 20 Mann im Einsatz stehende Feuerwehr Oberamt verrichten, in erster Linie Kantons- und Gemeindestrassen räumen. Laut Kommandantin Gabi Blickenstorfer waren die Weiler Ober-Albis und Schweikhof abgeschnitten, der Albispass gesperrt und der Seeboden nur auf einer Seite erreichbar.
Gegen 30 Einsätze rapportierte Mathias Baumann, Kommandant der Feuerwehr Unteramt. Beerimoos und Aumüli im Reppischtal, der «Whiskypass» sowie die Buchenegg mussten zeitweise gesperrt werden. Zudem knickte eine Fahrbahnschranke und fiel auf eine SBB-Leitung. Die Schäden lassen sich noch nicht beziffern. Im Säuliamt gab es keine Verletzten.














