Baustart am Kappeler Schulhaus Tömlimatt

Im inoffiziellen Teil der Kappeler Gemeindeversammlung hat Präsident Kurt Bär über Sanierung und Ausbau des Schulhauses Tömlimatt berichtet. Nach zwei Rekursen haben die Bauarbeiten im Mai begonnen. In einem Jahr soll alles fertig sein.

Die Bauabschrankungen deuten darauf hin, dass die Ausbau- und Sanierungsarbeiten am Kappeler Schulhaus Tömlimatt begonnen haben. (Bild Martin Platter)
Die Bauabschrankungen deuten darauf hin, dass die Ausbau- und Sanierungsarbeiten am Kappeler Schulhaus Tömlimatt begonnen haben. (Bild Martin Platter)

Wird nun endlich gut, was lange gewährt hat? Gleich zwei Rekurse hatte die Gemeinde Kappel zu gewärtigen, nachdem das Stimmvolk dem 4,9-Millionen-Franken-Baukredit Mitte April 2015 an der Urne mit deutlichem Mehr von 88 Prozent gutgeheissen hatte. Kurt Bär zeigte sich entsprechend erleichtert, dass die Bauarbeiten nun endlich beginnen können. Seit 2005 ist die Bevölkerung in Kappel um einen Viertel auf 1100 Personen angewachsen. Im gleichen Zeitraum sind auch die Schülerzahlen im selben Umfang auf weit über 100 gestiegen. Das hat nicht nur zur Folge, dass der Schulraum in Kappel knapp geworden ist. Die Aussenhülle und die technischen Anlagen des 1972 erbauten und 1989 erweiterten Schulhauses bedürfen augenscheinlich einer dringenden Sanierung.

Kompetenz des Generalunternehmers angezweifelt

Man habe sich für die Arinova AG (Horgen) als Generalunternehmen entschieden, erklärte Bär. Kurz kam er nochmals auf den zweiten Rekurs zu sprechen, der sich nicht etwa wie der erste gegen die Vergabepraxis der Gemeinde gerichtet war. Die Kläger hätten vor dem Richter die Kompetenz der Arinova in Zweifel gezogen, seien mit ihrem Anliegen aber nicht durchgedrungen. Für die Gemeinde sei das ein schwacher Trost, weil durch das Verfahren erneut viel Zeit verloren gegangen sei. Nun könne es aber endlich losgehen.

Das Projekt ist in drei Bauphasen unterteilt, wie einer Dokumentation auf der Schulhomepage zu entnehmen ist. Phase 1 beinhaltet den Neubau eines Mehrzweckraums und drei Gruppenräumen im Hauptgeschoss. Zugleich findet im Untergeschoss der Umbau des Werk- und des Handarbeitsraums sowie des benachbarten Lagerraums statt. Bis Ende Oktober sollen diese Arbeiten fertig sein.

Phase 2 läuft parallel zu Phase 1 und beinhaltet sämtliche offenen Arbeiten im Hauptgeschoss, wo die fünf Klassen- und das Lehrerzimmer liegen. Bär sagte, deshalb werde den Sommerferien je eine Projektwoche ausserhalb der Schule vor- und nachgelagert, damit während sieben Wochen an den Zimmern gearbeitet werden könne. Für die 1. Klasse wird das Schuljahr regulär in einem Pavillon auf dem Hauptplatz vor dem Schulhaus beginnen. Dieser steht für die Überbrückung von Raumnot während des gesamten Umbaus zur Verfügung.

Bauphase 3 schliesslich beinhaltet die Räume für Tagesbetreuung, sechs-tes Schulzimmer, Bibliothek, Schulsekretariat, Treppenhaus sowie den unteren Pausenplatz und soll von Mitte November bis Ende Mai 2018 dauern.

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