Bekenntnis zu KMU ist nun im Namen verankert
Der Kantonale Gewerbeverband Zürich wird zum KMU- und Gewerbeverband. Das Ja zur entsprechenden Statutenänderung war der zentrale Entscheid am Gewerbekongress vom vergangenen Donnerstagabend in Affoltern.

Der Kantonale Gewerbeverband heisst künftig KMU- und Gewerbeverband. Das haben die rund 170 anwesenden Mitglieder in Affoltern mit überwältigendem Mehr bei nur einer Gegenstimme beschlossen. Ein wichtiger Faktor für die breite Zustimmung: Das etablierte Kürzel «KGV» bleibt erhalten, das Logo wird nur marginal modernisiert.
Der Entscheid passt zum Versammlungsort, wie Olivier Hofmann, Kantonsrat und Präsident des Ämtler Gewerbeverbands, in seiner Grussbotschaft ausführte. So geniessen die KMU im Knonauer Amt einen besonders hohen Stellenwert: über 90% der 3340 hiesigen Unternehmen haben weniger als neun Mitarbeitende. So begrüsse er den Entscheid sehr, die KMU im Verbandsnamen zu verankern.
Das Gewerbe müsse politisch aktiv sein, seine Anliegen einbringen und für bessere Rahmenbedingungen kämpfen, forderte KGV-Präsident Werner Scherrer: «Wer soll es sonst machen, wenn nicht wir selber?», so seine rhetorische Frage. So habe man in Zusammenarbeit mit den bürgerlichen Partnern zuletzt einiges erreicht, etwa den Pendlerabzug von 5000 Franken, aber auch in der Berufsbildung und im Strassenverkehr. «Wir müssen auf den Strassen besser vorwärtskommen», sagt Scherrer – und spricht dabei auch den Autobahnzubringer im Knonauer Amt an. Ein weiteres Thema ist in naher Zukunft die Unternehmenssteuerreform, da brauche es möglichst schnell wieder eine Vorlage. Mühe bekundet der KGV-Präsident mit der Tendenz, sich Mehrheiten im Volk erkaufen zu wollen, etwa durch Erhöhung der Kinderzulagen, der AHV oder dem jüngsten «Buebetrickli», die Radio- und TV-Gebühren auf 365 Franken zu senken.


