Bonstetten plant Sanierung der Wasserversorgung

Urnenabstimmung über einen Kredit von 1.55 Millionen Franken am 14. Juni

Die Quellgebiete und Reservoire sowie die Sanierungsetappen hellblau: Leitungsnetz der Wasserversorgung Bonstetten. (Bild www.gisknonaueramt.ch)

In Bonstetten kommt es am 14. Juni zu einer Urnenabstimmung. Es geht um die langfristige Sicherung der Trinkwasserversorgung im Dorf. Konkret geht es um die Genehmigung eines Kredits in Höhe von 1.55 Millionen Franken zur Sanierung des Quellgebietes Müliberg und Kubismatt sowie der Transportleitung bis zum Reservoir Schürmatt.

Transportleitung ist zu klein

«Die Quellfassungen und Brunnenstuben ‹Kubismatt oben› (Baujahr 1898) und ‹Kubismatt unten› (Baujahr 1983) sowie die Quellfassungen Müliberg (Baujahr 1898) entsprechen nicht mehr den aktuellen Richtlinien und Vorgaben und müssen erneuert werden. Im Gegensatz dazu wurde die Sammelbrunnenstube Müliberg im Jahr 1998 vollständig erneuert und erfüllt die geltenden Anforderungen», heisst es dazu im Beleuchtenden Bericht. Daher bleibe die Sammelbrunnenstube Müliberg bestehen. Im Weiteren werden die Quellableitungen zwischen den Brunnenstuben Kubismatt oben und unten sowie der Sammelbrunnenstube Müliberg erneuert. Die alte, zu klein dimensionierte Transportleitung zum ehemaligen Reservoir Schürmatt wird im Zuge der Baumassnahmen ebenfalls ersetzt und auf den in einer ersten Etappe verbauten Durchmesser ausgebaut. «Arbeiten an Quellfassungen können nicht detailliert geplant werden, da erst, wenn der Boden geöffnet ist, ersichtlich wird, wo das Wasser fliesst und welche Adern am besten gefasst werden. Die Kostenschätzung berücksichtigt diesen Umstand durch die Einstellung von Reserven», heisst es im Bericht weiter.

Wasserversorgung Bonstetten

Die Wasserversorgung Bonstetten ist für die Erstellung, den Betrieb und den Unterhalt ihrer Anlagen verantwortlich. Sie liefert in ihrem Versorgungsgebiet und nach Leistungsfähigkeit ihrer Anlagen Wasser für Haushalt und Gewerbe. Gleichzeitig sorgt die Wasserversorgung für den Löschschutz, die Trinkwasserversorgung in schweren Mangellagen sowie für die öffentlichen Laufbrunnen. Die Wasserversorgung hat den gesetzlichen Auftrag, ständig qualitativ einwandfreies Wasser in vollem Umfang zu liefern. Das Trinkwasser in Bonstetten besteht zu etwa 15 Prozent aus Quellwasser, zu aktuell 0 Prozent aus Grundwasser und zu 85 Prozent aus Seewasser vom Zürichsee, welches von der Gruppenwasserversorgung Amt (und diese wiederum von der Wasserversorgung Zürich) eingekauft werden muss. Das Quellwasser stammt aus den beiden Quellgebieten Müliberg und Kubismatt.

«Durch die Stärkung und den Ausbau der bestehenden Eigenwasserproduktion kann die Abhängigkeit vom externen Wasserzukauf sowie von Dritten und deren Preispolitik reduziert werden. Trotz einer weiterhin bestehenden Abhängigkeit werden die lokalen Wasserressourcen effizient genutzt, was zur Stabilität und Kostensicherheit in der Wasserversorgung Bonstettens beiträgt», heisst es im Bericht.

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