Bonstetter entscheiden sich für den Neuanfang

Zweiter Wahlgang: Arianne Moser (FDP) und Heinz Schlüchter (parteilos) komplettieren den Gemeinderat

Arianne Moser.

Arianne Moser.

Heinz Schlüchter.

Heinz Schlüchter.

«Ich freue mich, dass es für Heinz Schlüchter und mich gereicht hat und bin überzeugt, dass wir in Zukunft ein super Gremium haben, das zielgerichtet und kollegial arbeiten kann. Ich habe bezüglich meiner Kandidatur von allen politischen Richtungen positive Zeichen erhalten und hatte bereits vor der Wahl ein gutes Gefühl», erzählte Arianne Moser am Wahlsonntag. Sie hatte beim zweiten Wahlgang in Bonstetten, vom 10. Juni, mit 1195 Stimmen das mit Abstand beste Resultat erzielt – fast doppelt so viele Stimmen wie der bisherige Gemeinderat Claude Wuillemin (SVP) erreicht sowie mehr als viermal so viele Stimmen wie die Kandidaten Stefan Bürgi (parteilos) und Thomas Wassmer (SVP).

Erfahrung gesucht

Heinz Schlüchter erzielte mit 831 Stimmen ebenfalls ein hervorragendes Resultat: «Für mich war es überraschend, dass der Ausgang der Wahl so klar war und, wie der Gemeinderat ab der neuen Legislatur zusammengesetzt ist. Momentan schwebe ich auf Wolke sieben und freue mich auf den baldigen Beginn der Legislatur, Anfang Juli. Der zweite Wahlgang war für mich ein Vertrauensvotum und ich werde alles geben, um dem durch die Bevölkerung in mich gesetzten Vertrauen gerecht zu werden.» Dass er dreimal so viele Stimmen machte wie die beiden jüngeren Kandidaten Stefan Bürgi und Thomas Wassmer interpretierte Heinz Schlüchter so: «Mit Simon Vergés hat die Bevölkerung bereits im ersten Wahlgang einem sehr jungen Kandidaten das Vertrauen geschenkt. Deshalb waren meine Lebenserfahrung und das Dreierticket sicher von Vorteil.»

Die Wahlfeier begingen die drei frisch gewählten Kandidierenden des «Dreiertickets» gemeinsam, mit ihren Nachbarn, Freunden und Unterstützern.

Fairer Verlierer

Ganz anders stellte sich die Gemütslage beim bisherigen Bonstetter Gesundheits- und Sozialvorstand Claude Wuillemin dar. Er hatte nach dem ersten Wahlgang in einen professionellen Wahlkampf investiert, musste sich mit 601 Stimmen aber klar geschlagen geben. Claude Wuillemin zeigte sich am Sonntag enttäuscht, jedoch als guter Verlierer: «Ich habe mich in den vergangenen Jahren stark engagiert und die Projekte sind mir ans Herz gewachsen. Deshalb hätte ich gerne als Gemeinderat weitergemacht. Das Volk hat sich jedoch für einen Neuanfang entschieden. Das ist so, diese Möglichkeit habe ich in Betracht gezogen und das akzeptiere ich natürlich. Nun werde ich alles so organisieren, dass ich mein Ressort geordnet und übersichtlich an meinen Nachfolger oder meine Nachfolgerin übergeben kann.»

Weitere Artikel zu «Bezirk Affoltern», die sie interessieren könnten

Bezirk Affoltern27.08.2026

Müller‑Mehrheit – und die Säuliamt‑Spezialitäten

Offizielle Namensdaten: Im Bezirk Affoltern dominieren die grossen Schweizer Klassiker
Maschwanden fällt aus der Reihe
Bezirk Affoltern27.08.2026

Maschwanden fällt aus der Reihe

Fortsetzung: «Müller-Mehrheit – und die Säuliamt-Spezialitäten»
Ungleiches Abstimmungsbudget? Schweizweit, so auch im Knonauer Amt, finden sich viele Plakate, die für eine Annahme der Neutralitätsinitiative werben, wie dieses hier in Affoltern. Solche für die Ernährungsinitiative sind eher selten zu sehen, we
Bezirk Affoltern27.08.2026

Neutralität und Ernährung im Fokus

Über diese zwei nationalen Abstimmungsvorlagen gilt es, am 27. September an der Urne zu befinden