«Das Werk ist vollbracht»
Mit einem abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramm ist am Samstag in Kappel das Primarschulhaus Tömlimatt eingeweiht worden. «Das Werk ist vollbracht», fasste Gemeindepräsident Kurt Bär die zehnjährige Planungs- und Bauzeit zusammen.
Es war ein tolles Fest, das die Primarschule Kappel am Samstag zur Einweihung des Tömlimatt ausgerichtet hat, denn es beinhaltete für alle etwas. Die Kinder gaben bei Gesangs- und Theatervorführungen ihr Bestes und konnten sich danach bei Ponyreiten, Feuerwehrspritzübungen und diversen anderen Spielposten vergnügen. Derweil die Eltern die Zeit für einen Rundgang durch die Räume des 1972 erbauten sowie 1989 und 2017 erweiterten bzw. sanierten Schulhauses nutzten.
In seiner Ansprache liess Gemeindepräsident Kurt Bär die wichtigsten Episoden des Ausbaus im Schnelldurchlauf nochmals Revue passieren. Vor allem die Planung der Schulhaussanierung mit Anbau nahm dabei die meiste Zeit in Anspruch; mehr als acht Jahre. Das rasante Bevölkerungswachstum in der Gemeinde – in den letzten zwölf Jahren wuchs die Einwohnerzahl von 850 auf 1250 Personen – untermalte die Dringlichkeit einer zeitgemässen, ausreichenden Schulinfrastruktur. Der Projektkredit von 4,9 Millionen Franken war beim Kappeler Stimmvolk unbestritten. Die Vorlage wurde 2015 an der Urne mit 88-prozentiger Zustimmung wuchtig angenommen. Doch die finale Planung des Projekts und deren Submission wurden zum juristischen Zankapfel. Der Bau hingegen lief speditiv – aber buchstäblich auch nicht ohne Nebengeräusche ab, denn es wurde bei laufendem Schulbetrieb gewerkt.
Herkulesaufgabe für alle
Wie sich das jeweils anhörte, führte Lehrerin Christine Boeck auf beeindruckende Weise vor: Auf der Bühne stimmte sie mit den Kindern gerade einen Kanon an, da dröhnte Baulärm aus den Boxen, der den Gesang der Kids glatt übertönte. «Wir gingen deshalb in den Wald», erklärte Boeck. Das Muster zeigte die Herausforderung der Lehrpersonen, denen Kurt Bärs Dank ebenso galt wie den Bauunternehmern, die ihre Arbeit speditiv und sauber erledigt hätten. Rund 300’000 Franken Mehrkosten seien durch Strahlenschutz und Erdbebensicherheit aufgelaufen, die man bei der Projektierung nicht berücksichtigt habe, erläuterte Bär. Er schloss mit den Worten «das Werk ist vollbracht» und erntete warmen Applaus des zahlreich erschienenen Publikums. Dann ergriff Primarschulpräsident und Gemeinderat Markus Kunz das Wort: «Das Schulhaus ist die Hülle. Die Seele sind jedoch die Schulkinder und Lehrpersonen, die das Schulhaus zum Leben erwecken.» Ganz besonders bedankte sich Kunz bei seiner Primarschulkollegin und Liegenschaftenvorsteherin Anette Barili, die während der letzten Bauphase fast jeden Tag im Schulhaus zwischen Bau- und Schulbetrieb koordiniert habe.
Auf besonderen Anklang stiess der Auftritt der Baarer Breakdance-Gruppe «Dirty Hands». Nachdem das Trio Muster seines akrobatischen Könnens zum Besten gegeben hatte, konnten sich Besucher und Kinder unter Anleitung selber an der Tanzform versuchen, die höchste Ansprüche an Kraft, Körperbeherrschung, Ausdauer und Koordination stellt. Welch eine Gaudi!






