«Der Autobahnzubringer wird garantiert irgendwann realisiert»
Fünf Privatpersonen haben ihre Rekurse gegen den Autobahnzubringer Ottenbach/Obfelden ans Verwaltungsgericht weitergezogen, die Umweltverbände verzichten hingegen auf diese Möglichkeit. «Somit ist das Projekt nicht grundsätzlich gefährdet», folgert die Ottenbacher Gemeindepräsidentin Gaby Noser Fanger.

Nach Ablauf der öffentlichen Planauflage zum Projekt einer Umfahrung Ottenbach/Obfelden musste sich der Regierungsrat mit 77 Einsprachen mit zum Teil bis zu 30 Anträgen befassen. Deren Behandlung verzögerte die Projektfestsetzung um rund ein Jahr. Diese erfolgte schliesslich im Juli 2016. An der Gemeindeversammlung vom letzten Donnerstag war zu erfahren, dass fünf Privatpersonen ihre Einsprache ans Verwaltungsgericht weitergezogen haben, die derzeit behandelt werden. Gaby Noser Fanger glaubt, dass die Realisierung des Autobahnzubringers aus diesem Grund nicht gefährdet ist. «Die Privatpersonen bringen persönliche Anliegen ein. Wichtig ist, dass die Umweltverbände auf einen Weiterzug verzichten. Sie ist aus diesem Grund überzeugt, dass das Projekt «irgendwann garantiert realisiert wird.» Diese Aussage verbindet die Gemeindepräsidentin auch mit der Hoffnung, dass nun das Bundesgericht nicht bemüht wird. Ist dies der Fall, so kann 2018 mit der Ausführungsprojektierung, mit den Ausschreibungen und mit den Arbeitsvergaben für Bauarbeiten gerechnet werden. Im günstigsten Fall könnten so der Autobahnzubringer in den Jahren 2019 bis 2021 realisiert und ab 2022 die flankierenden Massnahmen an die Hand genommen werden.
Der Gemeinderat nutzt nun die Zeit, um wichtige, vom Autobahnzubringer abhängende Fragen zu klären, vorab zur Zentrumsgestaltung, zur Begegnungszone Dorfplatz, Mehrzweckgebäude und Werkhof. Themen sind ausserdem das Parkieren beim Haas Shopping, Tempo 30 auf der Muristrasse, die Strassenführung im Dorfzent-rum und weitere verkehrsberuhigende Massnahmen. Dass die Zwilliker-strasse in diesen Zustand bleibt, weiterhin vor dem «Engel» verläuft und höchstens ein Mehrzweckgebäude vor dem Postareal realisiert werden soll – das hat eine von der Gemeinde eingesetzte Arbeitsgruppe als Vorgaben von der Gemeindeversammlung erhalten.


