Deutliches Ja für die Seewadel-Projektierung
Die Gemeindeversammlung hatte den Projektierungskredit für den Ersatzneubau des Hauses zum Seewadel im März noch ganz knapp an die Urne vertagt. Hier resultierte am Sonntag ein überraschend deutliches Ja. Der Baukredit soll im November vors Volk.

Fast bis zum Bahnhof hörte man am Sonntag den Jubel aus dem Haus zum Seewadel. Mit 1903 Ja- zu 594 Nein-Stimmen ist der Projektierungskredit über 1,75 Mio. Franken für den Ersatzneubau des Alters- und Pflegeheims deutlich angenommen worden. «76% Ja-Stimmen – damit hätte niemand gerechnet», freute sich Geschäftsleiterin Verena Feller. Den Mitarbeitenden, welche zuletzt unter der Anspannung gelitten hatten, sei ein grosser Stein vom Herzen gefallen, so die Seewadel-Chefin weiter. Das deutliche Ja sei auch Wertschätzung für ihren Einsatz.
Im Gegensatz zur Gemeindeversammlung im März, wo der Entscheid nach einem umstrittenen Ja an die Urne vertagt worden war, trugen diesmal die meisten politischen Parteien den Kreditantrag mit – wenn auch mit Vorbehalten. So hatten verschiedene Kreise vorab eine Gesundheits- und Altersstrategie gefordert. «Das muss die Gemeinde angehen», findet auch Verena Feller, betont aber: «So lange kann unser Haus nicht warten.» Erst gerade am Morgen des Abstimmungssonntags sei die Feuerwehr im Haus gestanden, weil ein Trafo ausgestiegen sei und dabei einen automatischen Brandalarm ausgelöst habe.
Auf den Zeitplan soll sich die dreimonatige Verzögerung durch den Umweg über die Urnenabstimmung übrigens nicht auswirken: Bereits im November soll der Baukredit vors Volk. «Das heisst für uns: Gas geben», weiss Verena Feller. Nicht nur in diesem Bereich, auch das Thema Demenzabteilung will das Seewadel-Team schon im alten Haus angehen.


