«Die Geduld wird arg strapaziert»

Mit einem «Jubiläumsfest» erinnerte die IG Sicherer Schulweg in Obfelden an das deutliche Ja zum A4-Autobahnzubringer Ottenbach/Obfelden vor exakt fünf Jahren. Wann mit dem Bau begonnen wird, steht noch in den Sternen – im besten Fall 2019. «Das ist unser Ziel», sagte Projektleiter Christian Kull.

Zwei Pneubagger der Ernst Höhener AG auf der Obfelder Dorfstrasse symbolisierten den herbeigesehnten Baubeginn für den A4-Zubringer. Mitglieder der IG Sicherer Schulweg beseitigten den «Hemmschuh» symbolisch. (Bild Werner Schneiter)
Zwei Pneubagger der Ernst Höhener AG auf der Obfelder Dorfstrasse symbolisierten den herbeigesehnten Baubeginn für den A4-Zubringer. Mitglieder der IG Sicherer Schulweg beseitigten den «Hemmschuh» symbolisch. (Bild Werner Schneiter)

Dass Strassenbau und andere damit verbundene Massnahmen erdauert werden müssen, weiss man nicht erst seit der Projektierung für den A4-Zubringer Ottenbach/Obfelden. Vor exakt fünf Jahren sagte das Zürcher Volk deutlich Ja zu dieser Vorlage. Der Ja-Stimmen-Anteil lag bei fast 63 Prozent, im Bezirk Affoltern bei rund 70 und in Obfelden gar bei 87 Prozent. «Irgendwie stehen wir immer noch am gleichen Ort wie im Jahr 2012. Wir warten und warten – wann mit dem Bau begonnen wird, ist nicht absehbar. Unsere Geduld wird arg strapaziert», monierte Philipp Schweiger, Co-Präsident der IG Sicherer Schulweg, am «Jubiläumsfest» am Samstag beim Gemeindehaus in Obfelden vor gut 100 Gleichgesinnten.

Zwei Drittel der Landverhandlungen abgeschlossen

Im Rahmen eines kleinen Podiumsgesprächs nannte Projektleiter Christian Kull das Jahr 2019 als möglichen Baubeginn. Verbindlich ist dieser Termin deshalb nicht, weil derzeit noch drei Beschwerden von privaten Landbesitzern beim Verwaltungsgericht hängig sind. Laut Kull sind inzwischen zwei Drittel der Verhandlungen mit Grundeigentümern wegen Landabtretungen abgeschlossen. Wird mit einzelnen Grundbesitzern wegen des Preises keine Einigung erzielt, liegt der Entscheid bei einer Schätzungskommission. Und dieser Entscheid ist dann wieder beim Verwaltungsgericht anfechtbar … Letzte Instanz wäre das Bundesgericht, das den Landpreis verbindlich festlegen würde.

Der Projektleiter betonte, dass Gerichte weder Terminpläne kennen, noch an Fristen gebunden sind. «Ich hoffe, dass das Verwaltungsgericht in den nächsten Wochen entscheidet», fügte er an. Der Veranstaltung, an der Obfelder Gemeindepräsident Thomas Ammann als Podiumsteilnehmer einen Schwächeanfall erlitt, folgte eine symbolische Aktion «Jetzt loslegen». Zwei Pneubagger symbolisierten auf der Dorfstrasse in Obfelden den Baubeginn. Das Team der IG Sicherer Schulweg entfernte dabei den «Hemmschuh» demonstrativ.

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