Die Gemeinde Knonau leistet ihren Energiesparbeitrag

Der Gemeinderat Knonau hat über verschiedene Vorschläge befunden, Energie zu sparen, und hofft auf Verständnis und Mitwirkung.

Die Lage betreffend der Energie­versorgung droht im bevorstehenden Winter 2022/23 angespannt zu werden. Aufgrund der massiv gestiegenen Strommarktpreise muss auch die EKZ ab 2023 den Strompreis für Privatkunden um durchschnittlich 26 Prozent erhöhen. Mit der Botschaft «Energie ist knapp. Verschwenden wir sie nicht» hat der Bundesrat Sparempfehlungen an Bevölkerung und Wirtschaft gerichtet. Die Empfehlungen zeigen, wie man einfach Energie sparen kann, ob zu Hause oder am Arbeitsplatz (siehe Kästchen).

Wie alle Gas- und Strombezüger müssen auch die Gemeindeverwaltung, die kommunalen Betriebe, Werke oder weitere öffentliche Institutionen ­(Schulen, Heime, Spitex, usw.) ihren ­Beitrag zur Bewältigung einer möglichen Energiemangellage leisten und die Massnahmen des Bundes befolgen. In ihrer Rolle als Energiebezügerin bereitet sich die Gemeinde Knonau in geeigneter Weise und angepasst auf die jeweilige Ausgangslage vor, wie der Gemeinderat mitteilt. In einem ersten Schritt hat er über verschiedene Vorschläge zur Energie­einsparung befunden. In einem zweiten Schritt hat Nathanaël Wenger, Vorstand für Energie und Umwelt, die Massnahmen zu einem Drei-Phasen-Plan geclustert.

Das Gemeindepersonal setzt bereits einige Massnahmen um, unter anderem eine Reduktion der Raumtemperatur in gemeindeeigenen Gebäuden, eine ­reduzierte Belüftung der Räume, der Wechsel auf Kaltwasser beim Händewaschen sowie der effektive Einsatz von elektronischen Geräten.

Zu den Massnahmen, welche ­hoffentlich auch von der Bevölkerung mitgetragen werden, zählen unter ­anderem die vom Gemeinderat ­beschlossene reduzierte Betriebszeit der Strassenbeleuchtung im ganzen ­Gemeindegebiet um bis zu zwei Stunden sowie der Verzicht auf die Weihnachtsbeleuchtung für die bevorstehenden Festtage.

Die minimale Betriebszeit der Strassen­beleuchtung wird voraussichtlich ab Oktober auf das ganze Gemeinde­gebiet angepasst. Ab 23 Uhr bis 5.30 Uhr bleibt die Strassenbeleuchtung demnach bis auf Weiteres ausgeschaltet. Im ­Industriegebiet Hasental wird die Strassen­beleuchtung 1 Stunde früher, ab 22 Uhr, ausgeschaltet. (red.)

Massnahmen, um Energie zu sparen

Die Raumtemperatur sollte nicht mehr als 20 Grad betragen. Wer die Raumtemperatur um 1 Grad reduziert, spart bis zu 10 Prozent Heizenergie. Weiter wird empfohlen: stosslüften anstatt kipplüften: Die Fenster 3- bis 5-mal täglich während 5 bis 10 Minuten weit öffnen; duschen statt baden: kurzes und nicht zu heisses (um 37 Grad) Duschen spart viel Warm­wasser, aus hygienischer Sicht reicht es, den Boiler auf 60 Grad einzustellen, wassersparende Duschbrausen und Strahlregler verringern den Warm­wasser­verbrauch zusätzlich; Licht aus beim Verlassen eines Raums: Brennendes Licht in einem leeren Raum verpufft unnötig Energie; Stromsparende LED-Lampen verwenden: Damit lassen sich bis zu 80 Prozent des Stromverbrauchs für die ­Beleuchtung einsparen; Geräte ganz ausschalten: Computer, TV und Kaffee­maschinen verbrauchen auch im Stand-by- und Schlafmodus Energie, beim Fernsehen das Umgebungs­licht und die Helligkeit des TV-Geräts reduzieren; mit Deckel ­kochen: Beim Kochen verdampft ein Grossteil der Energie, ein Deckel auf den Topf hält sie zurück und lässt das Essen schneller garen; Energie spart weiter, wer beim Backen auf Umluft anstelle von Ober- und Unterhitze setzt und Waschmaschinen und ­Geschirrspüler im Eco-Programm betreibt.

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