Grösstes Freestyle- und Trendsport-Zentrum der Schweiz

In wenigen Tagen öffnet in Affoltern erstmals die Multisporthalle Movecity

In die ehemaligen Verkaufsflächen an der Moosbachstrasse in Affoltern zieht neues Leben ein: In wenigen Tagen öffnet die Multisporthalle Movecity ihre Türen. (Bild Daniel Vaia)

In die ehemaligen Verkaufsflächen an der Moosbachstrasse in Affoltern zieht neues Leben ein: In wenigen Tagen öffnet die Multisporthalle Movecity ihre Türen. (Bild Daniel Vaia)

Der über 1000 Quadratmeter grosse Trampolin-Park im Movecity: Aufgrund der guten Verkehrsanbindung (Bahn, Autobahn) und der nahen Städte und Agglomerationen (3,5 Millionen Personen im Umkreis von 80 Kilometern) rechnen die Betreiber mit täglich mehreren Hundert Besucherinnen und Besuchern. (Bilder Daniel Vaia)

Der über 1000 Quadratmeter grosse Trampolin-Park im Movecity: Aufgrund der guten Verkehrsanbindung (Bahn, Autobahn) und der nahen Städte und Agglomerationen (3,5 Millionen Personen im Umkreis von 80 Kilometern) rechnen die Betreiber mit täglich mehreren Hundert Besucherinnen und Besuchern. (Bilder Daniel Vaia)

Die massgebenden Köpfe hinter Movecity (von links): Mark Wettstein, Geschäftsführer Movecity, Micha Federle, CEO Point Break Group und Gründer Movecity, Olivia Schoch, Projektleiterin. (Bild Daniel Vaia)

Die massgebenden Köpfe hinter Movecity (von links): Mark Wettstein, Geschäftsführer Movecity, Micha Federle, CEO Point Break Group und Gründer Movecity, Olivia Schoch, Projektleiterin. (Bild Daniel Vaia)

Wo früher in Affoltern der OBI-Markt zu Hause war, entsteht in diesen Tagen das grösste Freestyle- und Trendsport-Zentrum des Landes. Vieles ist so neu, gross und ungewohnt, dass manche Besucher bei der ersten Besichtigung wohl kaum aus dem Staunen herauskommen werden. Gegen eine Gebühr können Felder, Parcours und Bahnen von zwölf verschiedenen sogenannten Bewegungszonen genutzt werden, auf denen rund 20 Sportarten möglich sind. Bei Bedarf kann man vor Ort auch gleich die nötige Ausrüstung dazu mieten.

Micha Federle, CEO der Point Break Group und Gründer von Movecity, geht künftig von täglich 600 bis 850 Besucherinnen und Besuchern aus, an Spitzentagen sogar von 1000 bis 2000.

Während man sich unter einer Padel-Arena oder einem Freestyle-Park (für Skateboard, BMX, Scooter und Inline-Skates) noch etwas vorstellen kann, dürften viele andere Angebote im Movecity für die meisten komplett neu sein: Ninja & Parkour Zone, Pickleball, Zipline-Coaster, Flying Dunk Courts. Manches davon ist schweizweit, europaweit oder gar weltweit einzigartig. Zu letzterem zählt eine 480 Quadratmeter grosse Fläche, deren Boden von unten mit LED-Leuchten versehen ist und die mit x-beliebigen Bildern, Logos oder Spielfeldbegrenzungen (Basketball, Badminton, Volleyball, Handball etc.) bespielt werden kann. Bisher verfügten nur Clubs wie Bayern München über solche Flächen. In Affoltern können Private, Firmen und Vereine die Fläche erstmals öffentlich buchen (ab 60 Franken für 45 Minuten).

Der Eintritt in die Multisporthalle ist grundsätzlich kostenlos. Bezahlen muss man erst für die Nutzung der Sportangebote oder die Konsumation im Restaurant (Eatery).

Ort für Bewegung und Begegnung

Auch wenn man in der Multisporthalle in Affoltern auf Schritt und Tritt englischsprachigen Begriffen begegnet, ist die Grundidee von Movecity nicht neu: Es soll ein Ort sein für Bewegung und Begegnung. Im Grunde basierten die bis weit in die 80er-Jahre populären Kegelbahnen auf demselben Gedanken: Ein paar Freunde/Bekannte reservieren eine Bahn, spielen mit und/oder gegeneinander und haben Spass zusammen, wobei das Trinken und Essen nicht zu kurz kommt. Die Multisporthalle in Affoltern funktioniert im Prinzip ähnlich, nur eben an die heutige Zeit angepasst: Es gibt viel mehr Abwechslung und es richtet sich zusätzlich an Jugendliche und Kinder. Letztere können sich bereits ab dem Alter von 4 Jahren in einem Kids-Climbing-Sektor versuchen, einem Park mit 21 Kletterbahnen und 14 Challenges.

Die Multisporthalle ist mit 13000 Quadratmetern so gross wie zwei Fussballfelder. Neben den erwähnten Sportangeboten sind in der Halle auch ein «Studio» untergebracht (für Workshops, Yoga-Sessions, Firmenanlässe etc.), kleinere und grössere Meeting-Räume, Kindergeburtstags- und Party-Lounges und eine sogenannte Creator-Lounge, in der beispielsweise Influencer ihren Content produzieren können.

Mehrere Millionen Franken investiert

Dementsprechend gross sind die Investitionen. Laut Micha Federle investiert Movecity rund 4.5 Millionen Franken in Affoltern. Dazu kommen die Investitionen von einzelnen Mietern beziehungsweise Betreibern von Sportanlagen. Entworfen und gebaut werden die Anlagen von erfahrenen Profis. Einer von ihnen ist Chris Hamat, professioneller Parkour-Athlet und manchen bekannt durch seine Auftritte im TV-Format «Ninja Warrior». Er erstellt in Affoltern im Auftrag eine Ninja & Parkour Zone, inklusive der berüchtigten Wall. Wie Hamat am Mittwoch erklärte, soll die Anlage einen Beitrag dazu leisten, dass Kinder und Jugendliche ihr Handy mal zur Seite legen und sich stattdessen körperlich betätigen.

Movecity hat für das Management, die Koordination und Dienste wie Ticketing, Check-in, Reinigung und den direkten Betrieb einiger Sportzonen (Move Zones) 25 Personen eingestellt (viele in Teilzeitpensen). Dazu kommen acht bis zehn Mitarbeiter von Mietern. Sie alle teilen sich die Hallen momentan noch mit Dutzenden Handwerkern, die mit Hochdruck die Anlagen fertig bauen.

Viel Zeit bleibt ihnen dafür nicht: Bereits am kommenden Mittwoch, 26. August, soll die Soft-Opening-Phase beginnen, eine Art öffentlicher Testlauf, während dessen die Preise um 50 Prozent reduziert sind. Die offizielle Eröffnung ist am Wochenende vom 5./6. September vorgesehen. Für 10 Franken erhält man an diesen beiden Tagen Zugang zu allen Move Zones.

Federle, der in Hedingen wohnt, bezeichnet am Mittwoch das Projekt in Affoltern als «Herzensangelegenheit». Bisher hatte er mit seiner Pointbreak Events GmbH immer wieder eine gute Nase für Trends bewiesen. So betreibt diese unter anderem den «Freiruum» in Zug (Food- und Sporthalle mit bis zu 5000 Besucherinnen und Besuchern pro Tag), die Indoor-Surfanlage Oana in Ebikon und den trendigen Stadtzürcher Weihnachtsmarkt in der Europaallee.

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