Die Rampe gerockt

Ausgelassene Stimmung und viele Besucher am fünften «Rampe Open Air» in Hausen

Das Organisationskomitee auf der Rampe am Samstagabend. (Bild zvg.)
Das Organisationskomitee auf der Rampe am Samstagabend. (Bild zvg.)

Jung, dynamisch, kreativ, so präsentierte sich das «Rampe Open Air» seit seiner ersten Durchführung 2012, damals noch wetterbedingt in den Gebäuden des Weisbrod-Areals. Begonnen hat alles mit den Raucherpausen bei der Laderampe des Areals. Verschiedene junge Projekte – thematisch rund um Film, Design und Musik – hatten sich in den Gebäuden eingemietet. Auf der Rampe traf man sich und diskutierte, wie es wohl aussehen würde, wenn der öde Parkplatz plötzlich zum bebenden Festivalgelände werden würde. Die Vision ging in Erfüllung. Beim mittlerweile zweitägigen Festival waren dieses Jahr an beiden Abenden gegen 800 Leute auf dem Weisbrod-Areal. Alles ist etwas grösser als vor fünf Jahren, die Bands, der Aufwand, die Liste der kleinen und grossen Aufgaben. Um den ganzen Anlass durchzuführen, waren gegen 60 freiwillige Helferinnen und Helfer im Einsatz.

Platz in der Festivalsaison gefestigt

Insgesamt spielten rund ein Dutzend Bands an den beiden Tagen auf der zur Bühne umfunktionierten Laderampe des Weisbrod Areals. Mit den «Pedest-rians» aus Baden konnte als Hauptattraktion für den Samstagabend eine musikalische Entdeckung dieses Sommers engagiert werden. Die Band, die im Dezember vom Radio SRF 3 zum «Best Talent» gekürt wurde und seither regelmässig im Radio gespielt wird, zog Fans aus der ganzen Umgebung an. «Früher war das Festival vor allem für die Jungen aus Hausen interessant», meint Organisator Nico Langhi. «Mittlerweile ist das ‹Rampe› aber im ganzen Amt und auch bis nach Baar und Zug bekannt.» Das «Rampe» ist inzwischen fester Bestandteil der zürcherischen Festivalsaison. Das merkte auch das stadtzürcher Onlinemagazin «tsri.ch» und listete das «Rampe» vor einigen Wochen als «eines der besten Musikfestivals der Agglomeration».

Viel Liebe zum Detail am «Rampe Open Air»

Die «Pedestrians» sorgten mit Reggaerythmen für eine ausgelassene Stimmung auf dem vollen Areal. «Uns ist es auch wichtig, dass Hausemer Bands mit grösseren Namen zusammen auf einer Bühne stehen können» sagt Langhi. So konnten lokal verankerte Bands wie die «Wilcox» oder «The Raw Soul» ebenfalls etwas zur einmaligen Stimmung am «Rampe» beitragen. Das Open Air lebt aber nicht nur von der Musik. Die detailreich gestaltete und aufwändig arrangierte Dekoration gehört genauso dazu. Der ansonsten eher unscheinbare Parkplatz des Weisbrod-Areals wurde während der beiden Festivaltage zu einer malerischen Tanzfläche. Das Gesamtkonzept «Rampe» funktioniert offensichtlich, wo soll das noch hinführen in den nächsten Jahren? Im Organisationskomitee gäbe es verschiedene Vorstellungen, meint Langhi. Einige wollen weiter wachsen, andere sehen in einer gewissen Übersichtlichkeit genau den Charme des «Rampe». Wie auch immer: Die zahlreichen Helfer dürfen sich auf etwas Erholung und das Publikum bereits auf das nächste «Rampe Open Air» freuen.

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