Drei neue Gemeindepräsidenten
Die neuen Gemeindepräsidenten heissen Erwin Leuenberger (Bonstetten), Esther Breitenmoser (Knonau) und Jakob Müller (Kappel). Das ist das Ergebnis des zweiten Wahlgangs in den Ämtler Gemeinden. In Bonstetten verpasste Claude Wuillemin die Wiederwahl in den Gemeinderat.
In der Ausmarchung ums Gemeindepräsidium von Kappel machte Jakob Müller mit 184 zu 139 Stimmen das Rennen gegen Heidi Hui. «Das entspricht meinen Erwartungen», sagt Müller. «Ich bin glücklich, dass es vorbei ist – und dass es mit einem klaren Resultat vorbei ist», sagt er nach einem langen Wahlkampf, erst gegen David Vogelsanger, dann gegen Heidi Hui. «Kappel hat gewählt», kommentiert sie das Resultat. «Ich habe gewusst, dass ich keinen Frauenbonus habe.» Kappel habe sie allerdings als Gemeinderätin gewählt und diesen Job werde sie weiterhin möglichst gut machen.
Als erste Priorität geht es für Jakob Müller nun darum, dass der neue Gemeinderat zu einem Team werde. Weiter müssen die vielen Neuzuzüger integriert werden, «damit wir nicht zur Schlafgemeinde werden», so der künftige Gemeindepräsident.
Esther Breitenmoser setzt sich in Knonau gegen Rico Roth durch
Auch in Knonau kam es für das Gemeindepräsidium zu einem zweiten Wahlgang. Im ersten Wahlgang lag Esther Breitenmoser mit 317 Stimmen 56 Stimmen vor Rico Roth. Die drei weiteren offiziellen Kandidaten konnten nur vereinzelte Stimmen auf sich vereinen und wurden auch nicht in den Gemeinderat gewählt.
Im zweiten Wahlgang konnte sich Esther Breitenmoser mit 410 Stimmen durchsetzen, mit 146 Stimmen mehr als Rico Roth. Dieser zeigte sich als guter Verlierer: «Mir scheint es weniger gut gelungen zu sein, die Wählerinnen und Wähler von Knonau mit meinem Profil für mich zu gewinnen. Ich bin überzeugt, dass ich als Gemeindepräsident viel Positives hätte bewirken können und hätte das Amt deshalb sehr gerne übernommen. Ich freue mich aber für Esther, wünsche ihr nur das Beste und bin überzeugt, dass wir auch in Zukunft kollegial und zum Wohl der Gemeinde zusammenarbeiten werden.»
Esther Breitenmoser, die frischgebackene Gemeindepräsidentin, die Anfang Juli ihr Amt antreten wird, war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.
Erwin Leuenberger wird Bonstetter Gemeindepräsident
In Bonstetten hatte sich im ersten Wahlgang der bisherige Gemeindepräsident Frank Rutishauser kurz vor dem Wahltermin zurückgezogen. Neben dem ehemaligen Gemeindepräsidenten Bruno Steinemann stellte sich auch Erwin Leuenberger zur Wahl und machte am meisten Stimmen.
Für den zweiten Wahlgang war Erwin Leuenberger einziger Kandidat. Er holte 1136 von 1495 Stimmen, wobei 182 Stimmen für Claude Wuillemin abgegeben wurden und einige Stimmen für weitere Kandidierende. Erwin Leuenberger zeigte sich hocherfreut: «Nun stehe ich vor neuen Herausforderungen und freue mich auf eine spannende Zeit.» Bis zur Amtsübergabe hat Erwin Leuenberger noch viel zu tun. Er muss noch einige Mandate abgeben, um Kapazitäten für das Gemeindepräsidium zu schaffen.








