Drei neue Gemeinderäte für Knonau

Roland Buchmann setzt sich als Gemeindepräsident durch

Das dritte neue Mitglied im Gemeinderat: Christoph Bickel.

Das dritte neue Mitglied im Gemeinderat: Christoph Bickel.

Der neue Knonauer Gemeindepräsident Roland Buchmann.

Der neue Knonauer Gemeindepräsident Roland Buchmann.

Erzielte gleich das beste Resultat: Sandra Casartelli. (Bilder zvg)

Erzielte gleich das beste Resultat: Sandra Casartelli. (Bilder zvg)

In völlig neuer Besetzung wird der Knonauer Gemeinderat in die neue Legislaturperiode starten. Als Bisherige wiedergewählt sind Marcel Bosshart, Brigitta Trinkler und – durch seine Wiederwahl als Präsident der Primarschulpflege, der von Amtes wegen Mitglied im Gemeinderat ist – Christian Albrecht.

Mit dem besten Ergebnis von 642 Stimmen hat es die parteilose Neukandidatin Sandra Casartelli in den Gemeinderat geschafft. Die 53-Jährige hatte im Kandidatenporträt in dieser Zeitung ihre langjährige berufliche Tätigkeit im Gesundheitswesen angeführt, die ihre Haltung im Umgang mit anderen Personen geprägt habe. Zuhören, unterschiedliche Perspektiven ernst nehmen und gemeinsam Lösungen erarbeiten, sei ihr Credo. Neben Sandra Casartelli ziehen die ebenfalls parteilosen Kandidaten Roland Buchmann (auch als neuer Gemeindepräsident, siehe weiter unten) und Christoph Bickel in den Knonauer Gemeinderat ein. Der 59-jährige Bickel schöpft seine Erfahrung laut dem Kandidatenporträt unter anderem aus seiner beruflichen Tätigkeit beim Kanton, als Beispiele für seine Schwerpunktthemen, die er in den Gemeinderat einbringen möchte, nennt er die Stärkung von Gewerbe und Landwirtschaft sowie eine Optimierung des Ortszentrums.

Als überzählig scheidet der seit acht Jahren im Knonauer Gemeinderat präsente Nathanaël Wenger aus, obwohl auch er das absolute Mehr erreicht hat. Wenger, der sehr in «grünen» Themen engagiert gewesen ist, schreibt seinen Abgang auch einer Verschiebung der Prioritäten bei der Wählerschaft zu. «Es stellt sich mir in diesem Moment schon die Frage, ob diese Themen nun weniger gefragt sind beim Souverän», meinte er kurz nach Bekanntwerden des Wahlresultats am Telefon. Er vermute, dass auch die Diskussion um einen Systemwechsel hin zu einer verursachergerechten Grüngutsammlung ihren Teil zu diesem Votum beigetragen habe. Der bisherige Gemeinderat, der EVP-Mitglied ist und bei dieser Wahl als einziger Kandidat mit Parteimitgliedschaft ins Rennen ging, möchte sich weiterhin mit ganzer Kraft für Umweltthemen einsetzen, wenn auch nun an anderer Stelle. Nicht in den Gemeinderat gewählt worden ist die parteilose Kandidatin Sarah Brunelli.

Die eigentliche Sensation bei dieser Wahl in Knonau ist das Ergebnis von Roland Buchmann. Als neu erkorenes Mitglied im Gemeinderat wurde er auch gleich mit dem Glanzresultat von 442 Stimmen ins Gemeindepräsidium gewählt, er übertraf damit seine Gegenkandidatin für das höchste Amt in Knonau um 182 Stimmen. «Dass es so eindeutig ist, hat auch mich sehr überrascht, ich bin aber froh darum, einen derart klaren Auftrag erhalten zu haben», teilte er dem Berichtenden am Telefon mit.

Grossvater war bereits Präsident

Seine Freude an Führungsverantwortung, die er unter anderem auch als Geschäftsführer, als Offizier im Militär sowie bei der Feuerwehr wahrnehme, gründe nicht zuletzt auf einer familiären Tradition, die sozusagen in seine Gene eingeschrieben sei. «Mein Grossvater väterlicherseits war bereits Gemeindepräsident in Knonau, ausserdem hat mein Vater als Kirchenpflegepräsident geamtet, als ich im Sekundarschulalter war», erinnert sich Roland Buchmann. Er werde sein neues Amt mit Stolz, aber auch mit ausreichend Demut antreten.

Als wiedergewählte Gemeinderätin nimmt Brigitta Trinkler ihre Niederlage gegen Roland Buchmann beim Einzug ins Präsidium sportlich. «Ich weiss nicht, was der Grund war, aber ich freue mich so oder so darauf, Knonau weiterentwickeln zu können, die Bevölkerung soll dabei unbedingt mit einbezogen werden», erklärte sie gegenüber dem «Anzeiger».

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