Ein einzigartiges Engagements endet
Während 39 Jahren präsidierte er die Pistolenschützen-Gesellschaft Affoltern, nun hat er das Amt anlässlich der 11. ordentlichen Generalversammlung an Paul Stutz übergeben: Das Engagement von Sepp Wyss ist einzigartig.

Was Sepp Wyss seit seinem Vereinseintritt im Jahr 1963 für die Schützen geleistet hat, findet auf einer A4-Seite keinen Platz. Vizepräsident Arthur Urech kennt Wyss seit 55 Jahren; er ist wenig später in den Verein eingetreten. Anlässlich der GV im Schützenhaus «Chüeweidhölzli» listete er die Funktionen und das Wirken von Sepp Wyss auf. Es ist wohl ohne Beispiel und steht in Zeiten, wo öffentliches Engagement schrumpft, quer in der Landschaft. Damals hiess der Verein noch Scharfschützen-Gesellschaft.
Drei Jahre nach seinem Vereinseintritt waltete Sepp Wyss bereits als Kassier, dann als Jungschützenleiter, ehe er 1981 das Präsidium übernahm. 1991 bis 2008 präsidierte er den Bezirksschützenverein, kam 1991 in den Kantonalvorstand und im gleichen Jahr in den Schützenrat des Schweizerischen Schützenverbandes (SSV). Zu diesen Engagements gesellen sich organisatorische Arbeiten. So waltete Sepp Wyss 1997 als Platzchef Pistole anlässlich des Kantonalschützenfestes im Bezirk Affoltern, präsidierte die Fachkommission im Bezirksschützenverein und war 2009 massgeblich an der Fusion von Scharfschützen und Pistolenschützen beteiligt. Die Liste liesse sich verlängern. Ehrenmitgliedschaften und das Ehrenpräsidium bei den Bezirksschützen, die Sepp Wyss zuteil wurden, widerspiegeln sein beispielloses Engagement. Nun kommt eine neue Ehrung dazu: per Akklamation wurde ihm das Ehrenpräsidium der Pistolenschützen erteilt. «Es waren anspruchsvolle und schöne Jahre mit aufgestellten und motivierten Schützen», bilanzierte Sepp Wyss an der GV. Dass seine Ehefrau Odette ebenfalls passionierte und erfolgreiche Schützin ist und als Aktuarin im Vorstand sitzt, hat ihm das Engagement sicher erleichtert.
Nachfolger mit eindrucksvollem Palmarès
Die GV wählte mit Paul Stutz einen Präsidenten, der ebenfalls ein eindrucksvolles Palmarès vorweisen kann – als Schütze und als Funktionär. Der pensionierte Kantonspolizist holte sich seine Meriten im Schiessstand unter anderem als zweifacher Schweizer Polizeimeister auf der 25-Meter-Distanz und als mehrfacher Gewinner der Bundesgabe. Dazu gesellen sich diverse Vorstandstätigkeiten, Ressortleitungen auf kantonaler und schweizerischer Ebene. Derzeit fungiert Stutz als Abteilungsleiter Pistole im SSV und sitzt in der Kommission Breitensport des SSV. «Ich freue mich auf das Präsidium bei den Pistolenschützen», sagte Paul Stutz nach der Wahl.
Gute Trainingsmöglichkeiten
Die Vorstandsmitglieder Martin Wick (Kassier), Matthias Wildhaber (Schützenmeister) und Peter Schoch (Beisitzer) wurden an der GV in ihren Ämtern bestätigt. Im Weiteren wurden die statutarischen Geschäfte ohne Gegenstimmen genehmigt, ebenso das umfangreiche Jahresprogramm 2020, das einen Höhepunkt beinhaltet: das eidgenössische Schützenfest, das die Affoltemer am 26. Juni in Emmen besuchen werden. Gute Trainingsmöglichkeiten erhöhen die Chancen auf ein gutes Abschneiden. Sowohl die 50-Meter- als auch die 10-Meter-Anlage im «Chüeweidhölzli» wurden erneuert; den 2005 errichteten Stand teilen sich die Pistolenschützen-Gesellschaft und die Sportschützen Affoltern. In absehbarer Zeit wird auch die 25-Meter-Anlage einer Frischkur unterzogen. Dazu wurde ein Erneuerungsfonds eingerichtet.


