Ein Gewinn für ambulante Therapien

Das Kispi-Rehazentrum Affoltern wird um einen Therapiekubus erweitert. Im Hauptgebäude werden damit Räume frei für fünf Eltern-Kind-Zimmer. Am Mittwoch haben die Aushubarbeiten begonnen.

In einem ersten Schritt musste Platz geschaffen werden für die Baustellen-Zufahrt (links). (Bild Thomas Stöckli)
In einem ersten Schritt musste Platz geschaffen werden für die Baustellen-Zufahrt (links). (Bild Thomas Stöckli)

«Es wird ein Therapie-Trakt», so Ruth Meierhofer-Luzi, Leiterin Ökonomie und Verwaltung, über den Erweiterungsbau «Mäxi» des Kispi-Rehazentrums. Rund 13 Meter Seitenlänge weist der Kubus über dem noch etwas längeren Grundgeschoss auf.

Im Neubau werden auf drei Stockwerken Physio- und Sportherapie untergebracht. Herzstücke sind ein knapp 80 m grosser Gymnastik-Mehrzweckraum, das rund 16 Meter lange Ganglabor und die Indoor-Kletterwand in der Verbindung zum Hauptgebäude. Die stationären Patienten kommen über diesen Zwischenbau direkt aus dem Hauptgebäude, für die ambulante Therapie entsteht ein Zugang auf der Südseite.

Im Mai 2018 bezugsbereit

Rund 5 Mio. Franken kostet die Erweiterung – getragen durch die Stiftung Mäxi. 4,5 Mio. fallen für den Neubau an, eine halbe Million für Anpassungen in den bisherigen Therapieräumen. Diese werden nach dem Umzug nämlich in Eltern-Kind-Zimmer mit Nasszellen und Terrassenplatz ausgebaut. «Wir haben immer mehr privat versicherte Patienten», verrät Ruth Meierhofer, «und da stellen die Eltern auch Ansprüche.» Gleichzeitig wird auch die Attraktivität für Selbstzahler aus dem Ausland gesteigert. «Das hilft, das Defizit zu reduzieren. Das Kispi kann sich nicht selbst tragen.»

Im Mai 2018 soll der Neubau bezugsbereit sein. Sobald der Umzug geschafft ist, wird der Umbau der Eltern-Kind-Zimmer in Angriff genommen. Dafür sind weitere drei Monate eingeplant. An der Anzahl der Patientenbetten (47) wird sich mit dem Umbau nichts ändern. Mit den neuen Zimmern steigt allerdings die Flexibilität, verhinderten doch zuweilen Faktoren wie Alter und Geschlecht der Kinder und Jugendlichen eine optimale Auslastung. Ein Gewinn sei das Zusammenführen der Therapieangebote insbesondere für den ambulanten Bereich, also für die Region.

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