Ein «Güggel» bewacht den Werkhof

Die Bevölkerung wurde eingeladen, das neue Gebäude des Unterhaltsbetriebes der Gemeinde Ottenbach zu besichtigen. Am Tag der offenen Tür interessierten sich zahlreiche Einwohner für das zweckmässig eingerichtete und knapp über zwei Millionen teure Werkgebäude. Auch die Primarschule stellte die neue Holzschnitzelheizung und die Fotovoltaikanlage vor.

Ein kleiner Schnitt mit der Schere, aber ein grosser Schritt für die Gemeinde. Von links: Gemeindepräsidentin Gaby Noser Fanger, Walter Herrmann, Bruno Etterlin, Evelyne Abegglen, Unterhaltschef Markus Bättig, Gemeinderat Peter Weis und Kurt Schle
Ein kleiner Schnitt mit der Schere, aber ein grosser Schritt für die Gemeinde. Von links: Gemeindepräsidentin Gaby Noser Fanger, Walter Herrmann, Bruno Etterlin, Evelyne Abegglen, Unterhaltschef Markus Bättig, Gemeinderat Peter Weis und Kurt Schlegel. (Bild Martin Mullis)

Voller Stolz begrüsste der am neuen Gebäude angebrachte Ottenbacher Wappengüggel am letzten Samstagmorgen die Besucher. Der Tag der offenen Tür im neu erstellten Werkhof der Gemeinde Ottenbach glich einem veritablen Dorffest. Weit mehr als 100 Personen fanden den Weg ins Quartier Hob­acher und liessen sich davon überzeugen, dass die Baukosten von 2,3 Millionen Franken gut angelegt wurden.


Der Festtag im neuen Werkhof war nicht nur ein Freudentag für die Einwohner, sondern vor allem auch für die Angestellten des Unterhaltsbetriebes. Sie mussten lange Jahre unter recht erschwerten Umständen arbeiten, waren doch ihre Fahrzeuge und Gerätschaften in kleinen Baracken und Gebäuden im Dorf verteilt untergebracht. Dies stellte auch die Gemeindepräsidentin Gaby Noser Fanger in ihrer Begrüssungsansprache fest. Ihr grosser Dank galt den vielen am Kauf des Grundstückes und allen am Bau beteiligten Personen, insbesondere dem Architekten Mauro Malpetti. Dieser betonte am Rande der Veranstaltung, dass er die unkomplizierte Zusammenarbeit mit der Bauherrin überaus geschätzt habe. Gaby Noser Fanger erwähnte mit einem kurzen Ausflug in die Vergangenheit auch die umfangreichen Massnahmen, welche nötig waren, um die heutige Situation herzustellen. Selbstverständlich war auch die Arbeitsgruppe, die das Projekt behandelte, vollzählig anwesend.

Ein kleines Kraftwerk auf dem Dach

Die Gemeindepräsidentin erwähnte, dass die kurze Bauzeit von drei Jahren und neun Monaten lediglich dem unermüdlichen Einsatz dieser Arbeitsgruppe zu verdanken sei. Während der Besichtigung erläuterten die Mitglieder der Energiekommission die auf dem Dach installierte Fotovoltaik-Anlage, welche eine Produktion von bis zu 75000 kWh Strom ermöglicht. Ebenfalls vor Ort waren Fachleute der Genossenschaft Ortsnetz Ottenbach (GOO), welche die Gelegenheit nutzten um den Besuchern das erweiterte Kabelnetz zu zeigen sowie Fragen über die aktuellen Angebote des Anbieters UPC zu beantworten.
Die Einrichtungen und die Infrastruktur des neuen Werkhofes ermöglichen dem Team des Unterhaltsdienstes, die Pflege und den Unterhalt der öffentlichen Anlagen wie Friedhof, Gewässer, Grün- und Kanalisationsanlagen sicherzustellen. In ihren Verantwortungsbereich gehört ebenso eine Vielfalt weiterer Aufgaben wie zum Beispiel Glatteisbekämpfung und Schneeräumung. Nach der feierlichen Zerschneidung eines über die Hallentüre gespannten blauen Bandes, wurden die Gäste in die Festwirtschaft zum Apéro gebeten.

Bequem mit E-Trottinetts zum Schulhaus

Für die Festgemeinde war der Tag damit jedoch noch lange nicht beendet. Die Primarschule Ottenbach lud die Gäste am Nachmittag nämlich ins Schulhaus Chappelistein, wo die neue Holzschnitzelanlage sowie die neue Fotovoltaikanlage besichtigt werden konnten. Für Besucher, welche keine Lust hatten, den Weg zum Schulhaus zu Fuss zu gehen, stand eine grosse Anzahl E-Trottinetts zur Verfügung.


Dino Wolf, Schulleiter der Primarschule Ottenbach, nahm bei seinen Ausführungen als anschauliches Beispiel über die neue Solaranlage auf dem Schulhausdach jedoch nicht die E-Trottinetts. Mit einer Spitzenleistung der Panels während zwei Stunden könnte ein Tesla rund 530 Kilometer weit fahren erklärte er den staunenden Zuhörern. Ebenso beeindruckend war die Führung durch den riesigen Heizungskeller. Der Rundgang durch die Katakombe des Schulhauses führte Schulhauswart Roger Hegetschweiler. Mit den Holzschnitzeln im 140 Kubikmeter fassenden Silo werden sieben riesige je 3450 Liter fassende Tanks mit Wasser geheizt und sämtliche Gebäude des Schulhauses inklusive des Hallenbades mit Wärme beliefert. Die Holzschnitzel werden ausnahmslos in der Region, vorzugsweise im Ottenbacher Wald, produziert und verursachen deshalb kleinstmögliche Transportwege.

 

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