Ein langersehnter grüner Montag
Am letzten Montag wurde der Lockdown um einen kleinen Schritt entkrampft. Coiffeure, medizinische Praxen, Gärtnereien und Baumärkte durften ihre Dienstleistungen und Produkte unter ganz bestimmten Auflagen wieder anbieten.

Nach sechs langen Wochen lockerte der Bundesrat schrittweise die Massnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus. Am letzten Montag durften Spitäler wieder sämtliche, auch nicht-dringliche Eingriffe vornehmen und ambulante medizinische Praxen sowie Coiffeur-, Massage- und Kosmetikstudios ihren Betrieb wieder aufnehmen. Auch Baumärkte, Gartencenter, Blumenläden und Gärtnereien durften ihre Kunden wieder herzlich willkommen heissen. Diese vorsichtige Öffnung verlangte jedoch, dass der Schutz der Arbeitnehmenden wie auch der des Publikums sichergestellt wird.
Nach langen sechs Wochen mit frühlingshaften, zeitweise fast sommerlichen Temperaturen wurde die Schliessung der Gartencenter und Baumärkte für viele Blumen- und Naturfreunde, sowie für Hobbyhandwerker zur grossen Zäsur. Auf den Balkonen und Fenstersimsen warteten die leeren Blumenkästen und im Garten fehlten neben Kräutern und Tomaten auch vielerlei Blumensetzlinge. Die Gartencenter und Baumärkte erwarteten deshalb am Tag der Wiedereröffnung einen Grossandrang, welcher erwartungsgemäss auch stattfand. Der «Anzeiger» besuchte im Laufe des Montags die vier grössten Garten- und Baumärkte in unserer Region.
Der Ansturm wird noch einige Tage anhalten
Der Landimärt in Bickwil öffnete bereits eine halbe Stunde vor der regulären Zeit und eine Viertelstunde nach der Ladenöffnung standen die Autos in einer Schlange vor dem gefüllten Parkplatz. Ein Team von drei Sicherheitsangestellten sorgte für die korrekte Umsetzung der geforderten Massnahmen. Marcel Tillmann, Geschäftsführer der Landi Obfelden, zeigte sich kurz vor dem Mittag sehr zufrieden. Er betonte, dass sich die enormen Aufwendungen zur Einhaltung der Sicherheit der Kunden gelohnt hätten. Er vermutet, dass der Ansturm der Garten- und Hobbyfreunde mit grosser Wahrscheinlichkeit die ganze kommende Woche anhalten wird. Am frühen Nachmittag befanden sich auf der Zufahrt der Anlieferung zwei Anhängerzüge. Philipp Müller, Chauffeur aus der Ostschweiz, brachte 24 Tonnen in Säcke abgefüllte Blumenerde. Ein zweiter Lastwagen aus Wangen an der Aare lieferte auf einer Ladefläche von rund 14 Quadratmetern Gestelle, alle vollgefüllt mit Blumentöpfen, Küchenkräuter- und Tomatensetzlingen. Noch immer war der Parkplatz bis auf den letzten Platz besetzt.
Dasselbe Bild boten sowohl der Marktriese Hornbach und nur einen Steinwurf weit entfernt der Jumbo als auch das Gartencenter Guggenbühl. Beim Baumarkt Hornbach in Affoltern wiesen einige speziell gekleidete und mit Schutzmasken versehene Ordnungsleute, die nicht enden wollenden Autokolonnen und Kundenschlangen auf die vorgesehenen Wege. Auch im Gartencenter Guggenbühl herrschte trotz Grossandrang mehrheitlich eine entspannte Stimmung.
Bei allen besuchten Gartencentern und Baumärkten konnten beim Verlassen der Verkaufslokalitäten zufriedene Käuferinnen und Käufer, mit meist hochbeladenen Einkaufswagen beobachtet werden.


