Ein paar Löcher zu viel
Hungrige Krähen verwüsten Golfplatz

Seit acht Jahren sind Edith und Bob ten Siethoff Pächter des Golfplatzes in Affoltern. Mit viel Arbeit, Schweiss, Tränen und auch Blut haben sie dem Golfplatz seit 2019 wieder zu seiner alten Pracht verholfen. Doch momentan bereitet ihnen etwas Sorgen: In die Greens, die Golfwart Bob ten Siethoff liebevoll hegt und pflegt, werden täglich von Krähen Löcher gepickt. Waren es im letzten Jahr lediglich zwei bis drei Vögel, so sind es inzwischen 20, wenn es hoch kommt gar bis zu 50.
Es passiere meist am frühen Morgen, so Greenkeeper Bob ten Siethoff. Am Nachmittag könne er die Krähen verscheuchen. Damit sie auch sonst weg bleiben, hat er Massnahmen ergriffen. So hat er versucht, die Krähen mittels Krähen-Attrappen abzuschrecken. «Das funktioniert vielleicht einen Tag, dann haben die Krähen sich daran gewöhnt und kommen wieder», so der Greenkeeper. Darum hat er zusätzlich Vogelabwehrsysteme installiert, die Licht machen und hohe Piepstöne erzeugen, wenn eine Krähe in den Sensorbereich eindringt. Aber auch das nützt nur bedingt, zumal ten Siethoff sie wegen Reklamationen aufgrund des Lärms über Nacht ausschalten muss. So findet er bei Arbeitsantritt täglich zerstörte Greens vor und ihm bleibt nichts anderes übrig, als sich zu ärgern und die Löcher mit Sand zu stopfen. Er hofft auf ein baldiges Ende der Trockenheit. «Die Greens werden täglich bewässert, weshalb es natürlich viele Würmer darunter hat», vermutet er. Und weil rundherum die Landschaft ausgetrocknet und die Erde hart ist, werden die weichen Greens Opfer der hungrigen Krähen. Es sei halt einfach schade und frustrierend für den Greenkeeper, so Edith ten Siethoff.


