Ein paarmal im Jahr darf es laut werden auf dem Uetliberg

Der Zürcher Stadtrat hat keine Einwände gegen die derzeit zweimal im Jahr stattfindenden Technopartys

Der Uetliberg mit dem Aussichtsturm und dem Hotel Uto Kulm im Vordergrund und dem Fernsehturm im Hintergrund.(Bild CH Media / Dlovan Shaheri)
Der Uetliberg mit dem Aussichtsturm und dem Hotel Uto Kulm im Vordergrund und dem Fernsehturm im Hintergrund.(Bild CH Media / Dlovan Shaheri)

Seit Jahren finden auf der Wiese neben dem Berggasthaus Uto Staffel (Zürich-Wiedikon) sowie auf den Aussenterrassen des Restaurants Uto Kulm (Gemeinde Stallikon) Technopartys statt. Dabei handelt es sich um Freiluftmassenanlässe mit 500 bis 1000 Teilnehmenden, an denen vom frühen Nachmittag bis spätabends um 23 Uhr zu Technomusik getanzt wird. Das ist manchen Leuten ein Dorn im Auge. Zum Beispiel den Grünen Zürcher Gemeinderätinnen Sibylle Kauer und Brigitte Fürer.

Diese hatten beim Stadtrat von Zürich eine schriftliche Anfrage eingereicht, mit dem Ziel, mögliche Verstösse gegen die Schutzbestimmungen und die kantonale Schutzverordnung sowie unwillkommene Auswirkungen auf die Anwohnenden und die Erholungssuchenden zu beanstanden.

Derzeit zwei Veranstaltungen pro Jahr

In der Antwort des Stadtrats wird jedoch klargemacht, dass die erwähnten Technopartys von der Stadt Zürich ausschliesslich in den dafür erwähnten Intensiverholungszonen bewilligt würden und somit keine Widerhandlung gegen die Schutzbestimmungen in Bezug auf die Albiskette-Reppischtal darstellen würden.

Zudem sei festzuhalten, heisst es in dem Stadtratsbeschluss von Anfang Februar, dass sich das Areal des Bergrestaurants Uto Staffel auf Privatgrund befindet und die Stadtpolizei Zürich in den vergangenen Jahren jeweils lediglich zwei Veranstaltungen pro Jahr für diese Tagespartys beim Standort Restaurant Uto Staffel und der angrenzenden Wiese bewilligt habe.

Der Ursprung dieser Veranstaltung geht auf die Einführung der Jugendpartys im Jahr 2012 zurück. Vor deren Einführung wurden ähnliche Anlässe ohne Bewilligung durchgeführt, die somit auch keinen Auflagen unterlagen. Der Stadtrat ist der Ansicht, dass an zwei Tagen im Jahr eine Tages-Tanzparty (bis 22 Uhr oder maximal 23 Uhr) beim Uto Staffel möglich sein sollte. «Würde diese Möglichkeit zu stark eingeschränkt, besteht die Gefahr, dass unbewilligte Partys wieder zunehmen könnten», schreibt der Stadtrat weiter.

Ähnliches gilt auch für das Nachbargelände auf Stalliker Boden. Gemäss Auskunft der Gemeinde Stallikon besteht für den «Uto Kulm» laut Gestaltungsplan ein Kontingent von fünf Veranstaltungstagen pro Jahr. Die Gemeinde bewilligt in der Regel zwei dieser Tage, so die Stadt Zürich.

Zum Thema Lärmbelästigung schreibt die Stadt Zürich: «Die Auswertung der Stadtpolizei hat ergeben, dass für die beiden Daten der Technopartys im Jahr 2025 jeweils nur eine Lärmbeschwerde registriert wurde, wobei nicht mit Sicherheit gesagt werden kann, ob diese im Zusammenhang mit der Tagesparty des ‹Uto Staffel› stand.»

Auch der Vorwurf, es gebe im Zusammenhang mit den Partys zu viel Verkehr, weist die Stadt zurück: «Die Durchsetzung des generellen Fahrverbots wird mittels Videoüberwachung sichergestellt. Seit der Einführung der Videoüberwachung in Uitikon sind der Stadtpolizei bislang keine Meldungen bekannt, die auf ein erhöhtes Verkehrsaufkommen hinweisen würden.» Die Fahrerlaubnisse für die Veranstaltung würden jeweils von der Gemeinde Stallikon ausgestellt und insgesamt sieben Hin- und Rückfahrten umfassen.

Weitere Artikel zu «Bezirk Affoltern», die sie interessieren könnten

Der Blick auf den Gedenkstein zum Jubiläum der Stiftung des Klosters Engelberg auf dem Ofengüpf muss mit einem Aufstieg verdient werden, der nicht ganz ohne ist.
Bezirk Affoltern26.02.2026

Legenden sollten Machtansprüche sichern

Denkmäler im Bezirk Affoltern (7): Gedenkstein Burg Sellenbüren
Heinz Rüegger formulierte Fakten rund um Art und Zeitpunkt des selbstbestimmten Sterbens ehrlich, offen und lebhaft. (Bilder Regula Zellweger)
Bezirk Affoltern26.02.2026

Von den Herausforderungen des selbstbestimmten Sterbens

Öffentliches Referat des Theologen Heinz Rüegger in der Senevita Obstgarten in Affoltern
Die drei Olympiamedaillen-Gewinner wurden mit dem Traktor vorgefahren, begleitet von Applaus. (Bilder Dominik Stierli)
Bezirk Affoltern26.02.2026

Die Olympiamedaillen-Gewinner wurden «hoch» gefeiert

Feierlicher Empfang der Aerials-Athleten in Mettmenstetten