Ein Säuliämtler ist schlauer als 100 Konkurrenten

Am vergangenen Montag fand der zweite Teil von Bruno Heinzers Auftritt im TV-Quiz «1 gegen 100» statt. Er besiegte alle 100 Gegenspielerinnen und -spieler und entschied sich zum Schluss gegen den Bonus – was goldrichtig war.

Bruno Heinzer mit Moderatorin Angélique Beldner auf der Quiz-Insel von «1 gegen 100». (Screenshot SRF)
Bruno Heinzer mit Moderatorin Angélique Beldner auf der Quiz-Insel von «1 gegen 100». (Screenshot SRF)

Bruno Heinzer, Landwirt aus Hausen am Albis, steht zusammen mit der ­Moderatorin Angélique Beldner auf dem Podium und beantwortet knifflige ­Fragen, die ein umfassendes Allgemeinwissen erfordern. Er wirkt ruhig, wägt ab, denkt laut nach – und ­entscheidet.

Viele Freunde und Bekannte aus der Region haben am vergangenen Montag mitgefiebert und sich mitgefreut, als Heinzer es schaffte, wirklich alle 100 Konkurrentinnen und Konkurrenten zu schlagen. Auch er selber sass zu Hause vor dem Fernseher, denn die TV-­Sendung «1 gegen 100» war bereits im Februar aufgezeichnet worden. Bruno Heinzer lebt in Hausen und war bis 2013 als Landwirt tätig. Danach arbeitete er während 15 Jahren als Gemeindearbeiter im Dorf.

Wie war er dazu gekommen, bei «1 gegen 100» mitzumachen? «Ich schaute mir zusammen mit meiner Tochter diese Quiz-Sendung oft an und hatte den Eindruck, selber recht viel zu wissen.» ­Da habe er sich angemeldet, das ­Casting durchgemacht und bestanden. Das bedeutete aber noch nicht den Sprung auf die Quiz-Insel. Er sass unter den 100 auf der Tribüne, hoffte aber natürlich, für den grossen Auftritt ausgewählt zu werden. «Unter den vielen anderen war ich nicht aufgeregt, als ich dann für die Einzelkandidatur bestimmt wurde, erschrak ich zuerst und war vor allem zu Beginn schon ziemlich nervös.»

Gewinn nachhaltig eingesetzt

Frage um Frage stach er im ersten Quiz-Teil die Gegenspielerinnen und -spieler aus. Am vergangenen Montag folgte dann die Fortsetzung, wo er es schaffte, auch die verbleibenden vier Gegner zu besiegen. In der letzten Frage ging es um die Anzahl der Wahlgänge bei den ­Bundesratswahlen von Samuel Schmid, Pascal Couchepin und Johann Schneider-­Ammann. Er musste raten, seine Konkurrentin auch. Er lag falsch, sie auch. Somit stand ihm der erwirtschaftete Betrag zu. Noch winkte aber ein Bonus – jedoch nur, wenn seine Antwort korrekt wäre. Zum Glück verzichtete er auf den Bonus, sonst hätte er nach dem Prinzip «alles oder nichts» alles verloren und wäre mit leeren Händen zurückgekehrt nach Hausen.

Das gewonnene Geld setzt Bruno Heinzer auf besondere Weise ein. Er ­installiert eine Solaranlage für Stromproduktion. «Somit kann ich den ­Gewinn nachhaltig investieren.»

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