Eine Vakanz in Kappel
Bis auf die Schulpflege sind alle Behörden wieder voll besetzt
Emsiges Treiben im Kappeler Wahlbüro am Sonntagmorgen. Trotz brieflicher Stimmabgabemöglichkeit üben noch immer zahlreiche Stimmberechtigte ihr Wahlrecht persönlich aus und bringen ihr Abstimmungscouvert am Wahlsonntag selbst im Gemeindehaus vorbei. Es ist stets das gleiche Ritual: Begrüssung, Couvert öffnen und Stimmrechtsausweis zeigen und danach das kleine Couvert für die Wahl- und Stimmabgabe in die Urne werfen, Verabschiedung.
Alle Bisherigen im Amt bestätigt
Zwei Stunden später stehen die Ergebnisse bereits fest. Bis auf Corina Venzin, die sich erst an der Wahlveranstaltung Ende Februar zu einer Kandidatur für die Primarschulpflege entschlossen hatte, und damit nach Redaktionsschluss für die Wahlunterlagen, haben alle Kandidatinnen und Kandidaten das absolute Mehr und damit die (Wieder-)Wahl geschafft. Im Gemeinderat wurden alle Bisherigen mit guten Wahlergebnissen im Amt bestätigt: Martin Hunkeler (auch als Präsident), Renzo Küttel, Armin Vollenweider und Lilo Steinmann Plüss. In der Primarschulpflege wurden Edi Theiler (auch als Präsident), Anna Marienberg und Florian Christen bestätigt. Mit Gunnar Wehrle wurde ein neuer Kandidat gewählt. Corina Venzin steht für den zweiten Wahlgang zur Verfügung. In der Rechnungsprüfungskommission kommen zu den Bisherigen Dorian Loosli (auch als Präsident) und Annelies Zuberbühler die Neuen Marlis Bordelais-Huber, Cécile Schabana und der reaktivierte Blair Müller.
Klare Ausgangslage
Für Gemeindepräsident Martin Hunkeler, der als Präsident des Wahlbüros im Gemeindehaus ebenfalls persönlich vor Ort war, ist das eine Erleichterung. Einen feierlichen Umtrunk nach bestandener Wahl gab es diesmal aber nicht. «Die Ausgangslage war so klar, dass ich im Gremium vorgeschlagen habe, keinen Wahl-Apéro durchzuführen», begründet Hunkeler und fügt an, es gehe auch darum, die zeitlichen Ressourcen der Behördenmitglieder zu schonen. Er ist dankbar, dass sich für die vakanten Posten in der Schulpflege und der Rechnungsprüfungskommission genügend Leute zur Verfügung gestellt haben und diese gewählt wurden. Was war seine Motivation, sich nochmals aufstellen zu lassen? «Die kollegiale Zusammenarbeit im Gremium und mit der Verwaltung», so Hunkeler. Etwas nachdenklich stimmt ihn einzig, dass die nationalen Vorlagen eine Stimmbeteiligung von fast zwei Dritteln (63 Prozent) ausgelöst haben. Diejenige für die Gemeindewahlen war jedoch deutlich geringer mit 44 Prozent (Gemeinderat), 38 Prozent (RPK) und 35 Prozent (Primarschulpflege). Dies könnte aber auch der klaren Ausgangslage geschuldet sein.








