Er will das Herz der Bachelorette erobern
TikTok-Star Chyna aus Affoltern kämpft ab nächstem Montag um die Gunst von Bachelorette Ariel
Diesen Montag startet endlich die elfte «Bachelorette»-Staffel um 20.15 Uhr auf 3+ oder im Stream auf oneplus. Mit dabei ist diesmal ein Kandidat aus Affoltern. Der 26-jährige Chris, den alle nur «Chyna» nennen, will das Herz von Reality-Star Ariel erobern.
Du wohnst in Affoltern am Albis, kennst du den «Affolter Anzeiger»?
Chyna: Nein, ehrlich gesagt, habe ich vom «Affolter Anzeiger» bisher noch nie gehört.
Erzähl, wie du in Affoltern aufgewachsen bist und was du jetzt machst.
Ich bin ganz normal in Affoltern am Albis aufgewachsen. Es ist eher ein kleiner Ort, in dem jeder jeden kennt – zumindest war das während meiner Schulzeit noch so. Schon als Kind habe ich angefangen, Social Media zu machen. Mein erstes YouTube-Video habe ich mit etwa zehn oder elf Jahren veröffentlicht. Da Affoltern nicht besonders gross ist, hat sich das natürlich schnell herumgesprochen. Ich war deshalb schon früh als derjenige bekannt, der Social Media macht. 2015 ging mein YouTube-Kanal dann zum ersten Mal richtig viral und erreichte auch in Deutschland eine grössere Bekanntheit. Social Media begleitet mich also schon seit meiner Kindheit. Ich habe nie damit aufgehört und bin bis heute als Content-Creator aktiv.
Im Gespräch bist du gerade, weil du einer der Kandidaten der 11. «Bachelorette»-Staffel von 3+ bist. Du hast aber selbst bereits über 100 000 Follower auf deinem TikTok-Kanal «Chyna Maddox» und über 8000 Follower auf deinem Insta @chynamaddox. Als Beruf gibst du «Content-Creator» an. Was für Inhalte produzierst du?
Ich produziere eigentlich Content über mein komplettes Leben. Egal, ob ich einen Döner oder eine Pizza essen gehe, verreise oder feiern gehe – ich nehme meine Community überallhin mit. Wenn ich beispielsweise im Urlaub bin, filme ich meine Reise, zeige mein Hotelzimmer und lasse meine Follower daran teilhaben, was ich alles erlebe. Wenn ich feiern gehe, erzähle ich am nächsten Tag vielleicht in einer lustigen Storytime, was an dem Abend alles passiert ist. Mein Content ist also sehr vielfältig, spontan und authentisch. Ich teile sowohl die alltäglichen Kleinigkeiten als auch die besonderen Erlebnisse meines Lebens. Man könnte sagen: Wer mir auf Social Media folgt, weiss eigentlich ziemlich genau, was in meinem Leben gerade so abgeht.
Welches ist das Video mit den meisten Aufrufen und wie viele sind es aktuell?
Eines meiner erfolgreichsten Videos in diesem Jahr war meine Storytime über meinen Besuch im KitKatClub in Berlin. Das ist ein ziemlich bekannter, aber auch kontroverser Club, da er ein sehr spezielles Konzept hat. Ich war Anfang des Jahres dort und habe anschliessend zwei oder drei Videos veröffentlicht, in denen ich von meinen persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen erzählt habe. Die Videos gingen ziemlich schnell viral und erreichten bereits innerhalb von drei bis vier Tagen über eine Million Aufrufe.
Wenn du deinen Kanal in nur drei Wörtern beschreiben müsstest, welche wären das?
Vielfältig, nahbar und unterhaltsam.
Wie sah dein allererstes TikTok-Video aus – und ist es dir heute peinlich?
Ich habe meinen TikTok-Kanal, glaube ich, 2020 während der Corona-Zeit gestartet. Damals waren diese typischen Tanzvideos zu viralen Sounds total im Trend, und natürlich habe ich da fleissig mitgemacht. Mittlerweile sind mir diese Videos, ehrlich gesagt, alle ziemlich peinlich! Und das Schlimmste daran ist, dass es Hunderte davon gibt, weil ich schon damals extrem aktiv auf TikTok war. Am liebsten würde ich sie alle aus dem Internet verschwinden lassen. Aber da ich mittlerweile so viele Videos gepostet habe, wäre es mir viel zu aufwendig, so weit nach unten zu scrollen und jedes einzelne zu löschen. Deshalb hoffe ich einfach, dass auch sonst niemand Lust hat, so weit runterzuscrollen und diese Videos jemals wieder auszugraben!
Wie gehst du mit negativen Rückmeldungen auf deine Inhalte um?
Negative Rückmeldungen bin ich mittlerweile ziemlich gewohnt, da ich schon seit vielen Jahren auf Social Media aktiv bin. Das hat tatsächlich schon sehr früh angefangen. Bereits 2012 oder 2013 ging ich zum ersten Mal auf Facebook viral und wurde damals auch von bekannten Meme-Seiten wie Swissmeme gepostet. Schon damals gab es extrem viele negative Kommentare, die mich aber, ehrlich gesagt, nie gross interessiert haben. 2015 ging mein YouTube-Kanal dann auch in Deutschland viral, und damit kam natürlich erneut eine grosse Welle an Hate. Auf TikTok hält sich das mittlerweile eigentlich in Grenzen, wobei es natürlich auch immer darauf ankommt, was ich poste. Manche meiner Videos sind kontroverser als andere und ziehen dementsprechend mehr negative Kommentare an. Grundsätzlich ist mir Hate aber ziemlich egal. Jeder darf seine eigene Meinung haben, und ich habe über die Jahre gelernt, dass Menschen sowieso immer irgendetwas finden werden, worüber sie sich aufregen können. Du könntest beispielsweise ein Video posten, das einfach nur einen schwarzen Hintergrund hat, ohne Musik und ohne jeglichen Inhalt, und irgendjemand würde trotzdem kommentieren, dass ihm der Hintergrund zu schwarz ist. Deshalb habe ich schon früh verstanden: Wenn du langfristig auf Social Media erfolgreich sein möchtest, brauchst du ein dickes Fell. Denn egal, was du machst, es wird immer Menschen geben, denen es nicht gefällt.
Kannst du vom Content-Kreieren leben oder wie verdienst du sonst dein Geld?
Nein, ausschliesslich von meinem eigenen Content lebe ich nicht. Ich bin in verschiedenen Bereichen tätig, unter anderem auch im Social-Media-Bereich, beispielsweise im Digital Marketing. Damit verdiene ich aktuell auch den grössten Teil meines Geldes. Allein von den Inhalten, die ich auf meinen persönlichen Social-Media-Kanälen unter Chyna Maddox veröffentliche, könnte ich meinen aktuellen Lebensstil wahrscheinlich nicht finanzieren. Wobei das natürlich immer darauf ankommt, welche Ansprüche man hat und wie man leben möchte. Wenn ich ein sehr bescheidenes Leben führen würde, könnte ich vermutlich auch ausschliesslich von meinen eigenen Social-Media-Kanälen und den dazugehörigen Kooperationen leben. Aber ich bin nun mal jemand, der gerne reist, sich auch mal etwas gönnt und sich gerne die Dinge kauft, auf die er gerade Lust hat. Deshalb habe ich mir verschiedene Einkommensquellen aufgebaut, mit denen ich mir meinen Lebensstil finanzieren kann.
Wieso hast du dich entschieden, bei «Bachelorette» mitzumachen?
Ich hatte tatsächlich schon einen Crush auf Ariel, bevor überhaupt bekannt wurde, dass sie die neue Bachelorette wird. Als ich dann erfahren habe, dass sie die Bachelorette ist, war für mich sofort klar: Da muss ich mitmachen, weil ich sie unbedingt kennenlernen möchte! Viele meiner Freunde wussten natürlich auch, dass ich Ariel gut finde. Als ihre Teilnahme offiziell verkündet wurde und die Bewerbungen geöffnet wurden, haben mir direkt am selben Morgen unzählige Freunde geschrieben: «Oh mein Gott, Chyna, hast du das gesehen? Du musst dich unbedingt bewerben! Du hast doch erst letztens erzählt, dass du sie so toll findest!» Ich musste also gar nicht lange überlegen. Für mich stand von Anfang an fest, dass ich diese Chance nutzen und Ariel persönlich kennenlernen möchte.
Wie willst du das Herz von Bachelorette Ariel für dich gewinnen?
Ich möchte Ariels Herz gewinnen, indem ich einfach ich selbst bin. Für mich war von Anfang an klar, dass ich mich nicht nur von meiner besten Seite zeigen möchte. Schliesslich will ich ihr kein falsches Bild von mir vermitteln, indem ich nur meine positiven Seiten präsentiere und mich anders verhalte, als ich es im Alltag normalerweise tun würde. Deshalb habe ich mir vorgenommen, mich genauso zu verhalten, wie ich auch im echten Leben bin – mit all meinen Ecken und Kanten. Am Ende soll Ariel selbst entscheiden können, ob sie sich mit mir eine gemeinsame Zukunft vorstellen kann oder nicht. Mir ist wichtig, dass sie mich so kennenlernt, wie ich wirklich bin.
Wie viele Beziehungen hattest du bisher und wie lang war die längste?
Bis zum Drehstart der Bachelorette hatte ich tatsächlich noch nie eine Beziehung.
Wann hattest du dein erstes Mal?
Ich weiss tatsächlich gar nicht mehr so genau, wie alt ich bei meinem ersten Mal war. Was ich aber noch weiss, ist, dass ich definitiv eher früh dran war.
Warst du jemals untreu?
Nein, ich war noch nie untreu. Treue und Loyalität sind für mich extrem wichtige Werte, auf die ich auch selbst grossen Wert lege. Deshalb ist es für mich selbstverständlich, diese Werte auch selbst zu leben.
Wieso nennt man dich «Chyna»?
Chyna ist schon seit vielen Jahren mein Social-Media-Name. Mittlerweile nennen mich auch fast alle meine Freunde und die Menschen in meinem Umfeld so. Ich bin es mir inzwischen richtig gewohnt, mit Chyna angesprochen zu werden. Der Name hat tatsächlich keine besondere Bedeutung. Ich habe damals einfach nach coolen englischen Namen für Social Media gegoogelt und bin irgendwann auf Chyna gestossen. Da dachte ich mir: «Ja, das hört sich eigentlich ziemlich geil an!» Und seitdem ist der Name geblieben.
Warum trägst du grüne Kontaktlinsen?
Ich trage grüne Kontaktlinsen, weil mir der Look einfach gefällt. Genauso habe ich mir vor Kurzem die Haare rot gefärbt, weil ich Lust auf eine Veränderung hatte. Ich bin generell ein Mensch, der gerne mit seinem Aussehen und seinem Style experimentiert. Wenn ich Lust habe, etwas Neues auszuprobieren, dann mache ich das einfach. Irgendwann hatte ich die Idee, farbige Kontaktlinsen auszuprobieren, und das Ergebnis hat mir so gut gefallen, dass ich sie seitdem gerne trage.
Wo siehst du dich in fünf Jahren und was wäre dein Traum für die Zukunft?
Wo ich mich in fünf Jahren sehe, weiss ich, ehrlich gesagt, noch gar nicht so genau. Ich bin generell ein Mensch, der eher im Hier und Jetzt lebt und die Dinge gerne auf sich zukommen lässt. Natürlich wünsche ich mir, dass ich auch in fünf Jahren noch aktiv Social Media machen kann und weiterhin das tun darf, was mir Spass macht. Vor allem ist es mir aber wichtig, glücklich zu sein und mein Leben geniessen zu können. Ich habe keine komplett festgelegten Ziele nach dem Motto: In fünf Jahren muss ich genau an diesem Punkt stehen oder dieses und jenes erreicht haben. Ich bin eher spontan, offen für neue Möglichkeiten und schaue einfach, wohin mich das Leben führt.








