Erfolgreiche Workshops
Projekt «Maschwanden 2030» läuft weiter

Maschwanderinnen und Maschwander haben im Rahmen von Workshops und einer Grossgruppenkonferenz in diesem Frühjahr über die Zukunft der Gemeinde debattiert – ausführlich und mit grossem Engagement, wie Gemeindepräsident Ernst Humbel an der Gemeindeversammlung betonte. Die zahlreichen Rückmeldungen an die Gemeinde werden derzeit ausgewertet und dann in einem «Auftragspaket» zusammengefasst, das in Kürze verabschiedet werden soll. Darauf folgt der eigentliche Masterplan. Eine Arbeitsgruppe, die sich mit der Zukunft des Naturbades befasst, ist bereits aktiv. «Wir suchen aber noch weitere Personen, die sich in Arbeitsgruppen engagieren», betonte Ernst Humbel, der sich auf die nächsten Schritte freut und für den 27. Juni 2026 ein Strassenfest ankündigt, mit dem auch das Baustellenende am Kreuzrai gefeiert werden und vom Musikverein musikalisch umrahmt werden soll. Am Kreuzrai wünsche man keine Sprayereien, Sorgfalt im Umgang mit Pflastersteinen und keine abgestellten Autos, so Ernst Humbel.
Seine anfängliche Skepsis gegen die Sanierung sei zwar verflogen, aber die drei platzierten Hinkelsteine würden das Ganze abwerten, befand ein Votant. Mit Blick auf die Sicherheit werden nun die Strassenlampen ab 1. Juli bis Mitternacht brennen, hiess es vom Gemeinderatstisch auf eine Publikumsfrage. Ein weiterer Votant sieht die scharfe Kurve bei der Lorzenbrücke als Gefahr, weil Gebüsch die Sicht einschränkt. Ob man hier den Zugern mal «Beine machen» könne, so eine Anregung.
Bachaufwertung und Spielplatz
Das Projekt «Fantastisch» der Primarschule, die im Übrigen nicht mehr Tagesschule heisst, kann nach einer Verzögerung voraussichtlich Ende September abgeschlossen werden. Dazu gehört die Entfernung von Knöterich am Haselbach, der bachaufwärts ein Stück weit renaturiert und ökologisch aufgewertet wird. Es entsteht ein Bachzugang mit Sitzstufen zum Verweilen und auf der Wiese zwischen altem Schulhaus und Pausenplatz ein kleiner Spielplatz, wo auch die Kleinsten klettern, balancieren, rutschen und «sändeln» können.
«Dieser neue Treffpunkt ist eine coole Sache», sagte der scheidende Schulpräsident Ursin Dosch, der sich zusammen mit Silvie Gsell nach je acht Jahren verabschiedete – und sich für das grosse Engagement der Pflegemitglieder und der seit über 25 Jahren in der Schulverwaltung wirkenden Christa Koller bedankte. «Wir haben eine gut aufgestellte Schule mit Konstanz», resümierte der scheidende Präsident. Seine Nachfolgerin ist Chantal Wetli, Irene Studer neue Schulpflegerin.
Im Rahmen der freien Kirchenversammlung (Maschwanden gehört seit 1.1.22 zur reformierten Kirche Knonauer Amt) sprach Sonja Neuweiler kaum über die zahlreichen Veranstaltungen, verwendete dazu nur einen Satz und holte hernach beim Publikum Meinungen ab, in dem sie grüne und blaue «Abstimmungszettel» verteilte – und Fragen ins Publikum warf wie «Gehört die Kirche zum Dorfbild?», «Zufrieden mit dem Angebot?», «Hören Sie lieber Orgel oder Flügel?» oder «Wollen Sie sich freiwillig und punktuell engagieren?». Schmunzelpotenzial. Aber auch die Erkenntnis: Die Kirche bleibt gewiss im Dorf.


