Ergänzungsbau verzögert sich
Sammlungszentrum: Wegen eines hängigen Verfahrens erfolgt der Baustart nicht wie geplant

19 Jahre ist es her, seit das Sammlungszentrum des Landesmuseums mit rund 800000 Objekten von Zürich nach Affoltern zügelte. Seither sind die Sammlungsstücke auf zwei Standorte an der Zeughausstrasse und an der Lindenmoosstrasse verteilt. Die Bauten an der Zeughausstrasse sind allerdings am Ende ihrer Lebensdauer. Mitentscheidend, dass die Wahl des neuen Standorts auf Affoltern fiel, war denn auch die Tatsache, dass es auf dem Lindenmoos-Areal noch Landreserven gab.
Auf diesen Landreserven soll nun bis im Jahr 2030 ein Ergänzungsbau entstehen. «Mimikry» heisst das Projekt, das vom Zürcher Architekturbüro Zimmermann Sutter Architekten AG entworfen und im Frühjahr 2014 von einer Wettbewerbsjury zum Sieger erkoren worden ist. Entstehen sollen mit dem Erweiterungsbau hauptsächlich Depotflächen zur sicheren Aufbewahrung und Erhaltung beweglicher Kulturgüter. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf 92.4 Millionen Franken.
Eigentlich wäre der Baustart für 2026 geplant gewesen. Allerdings sind auf dem Lindenmoos-Areal bisher noch keine Bagger aufgefahren. Auf Anfrage bestätigt das Bundesamt für Bauten und Logistik BBL, dass der Baustart verschoben werden musste. «Grund ist eine hängige Beschwerde im Rahmen eines Beschaffungsverfahrens für eine Werkleistung», heisst es dazu. Eine zeitliche Prognose, wie lange sich der Baustart verzögert, sei derzeit nicht möglich.
Im Wissen darum, dass die Sammlung in absehbarer Zeit auf dem Lindenmoos-Areal zusammengeführt wird, dürfte der alte Standort an der Zeughausstrasse auch das Interesse der Stadt Affoltern wecken. Gut möglich, dass sie mit dem Bund als Zeughaus-Eigentümer das Gespräch für Verhandlungen suchen wird. «Wir haben natürlich ein Interesse daran, dass die Räumlichkeiten in einer Weise genutzt werden, in der sie der positiven Stadtentwicklung dienlich sind», sagte Stadtpräsidentin Eveline Fenner 2024 gegenüber dem «Anzeiger».


