Geeint zum Start der Saison

«Frauenfussball Albis Süd»: Erstmals wird gemeinsam Fussball gespielt

Bis vor Kurzem Gegnerinnen, jetzt gemeinsam im Team: Die neu gegründeten C-Juniorinnen des FF Albis Süd. (Bild zvg)
Bis vor Kurzem Gegnerinnen, jetzt gemeinsam im Team: Die neu gegründeten C-Juniorinnen des FF Albis Süd. (Bild zvg)

Am Sonntag, 23. August, beginnt die Saison in der 3. und 4. Liga des Frauenfussballs für die Spielerinnen des neu formierten FF Albis Süd 2026. Diese Teams, wie auch die Gruppierung «Frauenfussball Albis Süd», sind Ergebnis eines Zusammenschlusses der fünf Ämtler Frauenfussballvereine FC Hausen am Albis, Sportclub Hedingen, FC Konau Mettmenstetten Obfelden, FC Uitikon und FC Wettswil-Bonstetten. Geeint auf Initiative von Melina Steinemann, selbst passionierte Fussballerin und bisher Leiterin Frauenfussball FC Hausen, und weiteren Verantwortlichen des Frauenfussballs der anderen beteiligten Vereine (Der «Anzeiger» berichtete in den Ausgaben vom 9. Januar und 20. März). Anpfiff für das Frauen 1 des FF Albis Süd ist um 13.45 Uhr auswärts in Barzloo gegen den FC Pfäffikon 1. FF Albis Süd 2 spielt am selben Tag um 12 Uhr auf dem Fussballplatz Im Moos das erste Derby gegen den FC Affoltern 1. Das Training läuft auf Hochtouren, aber damit es so weit kommen konnte, war eine Menge Engagement nötig. Innerhalb eines halben Jahres entstand eine ganze gemeinsame Identität. 
 

Am Informationsabend am 27. März wurde klar, dass die Idee eines Zusammenschlusses der einzelnen Vereine im Bezirk Affoltern auf grosses Interesse stiess, sodass der Umsetzung nichts mehr im Wege stand. Nachdem fünf Vereine ins Boot geholt worden waren, nahm das Projekt «Frauenfussball Säuliamt» so richtig Fahrt auf. In den letzten Monaten wurden nun die Segel gesetzt. Es wurde gemeinsam ein Name gefunden und ein Logo entwickelt. Das Frauenteam entschied sich schliesslich für den Namen «Frauenfussball Albis Süd (FFAS 2026)». Auf die Frage, wie man denn auf diesen Namen gekommen sei, antwortet Melina Steinemann: «Die Stammvereine, auf denen der FF Albis Süd gründet, sind alle südlich der Albiskette zu verorten.» Das Logo zeigt ineinander verschlungen die Anfangsbuchstaben von Albis und Süd in pink auf marineblauem Untergrund, umkreist von dem vollständigen Namen der Gruppierung und dem Gründungsjahr, ebenfalls in pink. Wieso gerade diese beiden Farben? Sie seien modern, frisch, weiblich und anders als die der Stammvereine, so die Frauen-Verantwortliche des FF Albis Süd. Die Trikots werden ebenfalls in diesen Farben gehalten sein, und die Spielerinnen können es kaum erwarten, mit den neuen Tenues, die die neue gemeinsame Identität widerspiegeln, aufzulaufen. Als der «Anzeiger» das Training besuchte, waren sie noch in Produktion, aber für den Saisonstart am Sonntag, 23. August, werden sie sicherlich fertiggestellt sein.

Dank dem Zusammenschluss startet der FFAS gleich mit zehn Teams in die neue Saison (F-Juniorinnen, 2× E-Juniorinnen, 2× D7-Juniorinnen, 2× D9-Juniorinnen, C-Juniorinnen, 2× Frauen aktive), womit von den F-Juniorinnen bis zu den aktiven Frauenteams alle Kategorien abgedeckt werden.

C-Juniorinnen verkörpern Vision von FF Albis Süd auf ideale Weise

Besonders erfreulich sei, dass erstmals im Säuliamt eine Fussballschule für Mädchen angeboten werden kann, sagt Melina Steinemann: «Dass unsere jüngsten Mädchen nun endlich die Möglichkeit haben, Fussball zu spielen, macht mich unglaublich glücklich. Die Probetrainings waren hervorragend besucht und bereits heute trainieren 15 begeisterte Mädchen regelmässig in der Fussballschule. Das grosse Interesse zeigt deutlich, dass ein solches Angebot längst überfällig war.» Auch bei den Aktivteams kann ein wichtiger Erfolg gefeiert werden. Dank der grossen Zahl aktiver Fussballerinnen konnten gleich zwei Teams gebildet werden, erzählt Steine-mann weiter. Nach dem direkten Wiederaufstieg in die 3. Liga hat FFAS sowohl ein Team in der 3. Liga als auch eines in der 4. Liga. «In beiden Frauenteams hat es noch Platz für weitere Zugänge, neue Spielerinnen sind herzlich willkommen», so Steinemann. Sie wuchs in Mettmenstetten auf und lebt heute in Hauptikon. Fussball spielt sie seit ihrem elften Lebensjahr. Bisher beim FC Hausen, nun im Frauen-1-Team des FF Albis Süd. Sie ist die Stürmerin mit der Nummer 14. Und auch den Stürmen, die die neue Gruppierung auf ihrer Fahrt erwarten mögen, will sie gemeinsam trotzen: «Sicher wird nicht immer alles perfekt laufen, aber genau diese Herausforderungen gehören dazu, und wir werden gemeinsam daran wachsen.» Wenn Melina Steinemann nicht gerade eine neue Gruppierung mitgründet oder selbst auf dem Fussballplatz steht, ist sie als Pflegefachfrau im Spital tätig.

«Speziell die neu gegründeten C-Juniorinnen verkörpern die Vision von FF Albis Süd auf ideale Weise», sagt Melina Steinemann. Noch vor Kurzem standen sich die Mädchen als Gegnerinnen gegenüber, und heute kämpfen sie zusammen in den gleichen Farben. «Dank der Gruppierung erhalten Spielerinnen aus unseren Stammvereinen die Möglichkeit, langfristig gemeinsam Fussball zu spielen und sich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Gleichzeitig wird eine nachhaltige Ausbildungsstruktur geschaffen, der Nachwuchs für die Frauenteams gesichert und damit den Spielerinnen eine sportliche Zukunft im Fussball über die Juniorinnenzeit hinaus ermöglicht», erklärt die 29-Jährige.

Die Arbeit von Melina Steinemann und den weiteren Beteiligten ist ehrenamtlich und die neue Gruppierung Frauenfussball Albis Süd ist natürlich auch auf die finanzielle Unterstützung von Sponsoren angewiesen. Zu diesem Zweck wurde ein Sponsoringkonzept entwickelt, welches auf der neu kreierten Website www.ff-albissued.ch ersichtlich ist. Dort finden sich auch alle weiteren Informationen und Neuigkeiten über den FFAS 2026 und die Spielpläne.

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