«Feuerwehr hautnah erleben»

Vergnüglicher Abend mit Spielmöglichkeiten in Ottenbach

Spiel und Spass im Vordergrund: mit dem Wasserstrahl den Ball durchs Schlauchlabyrinth dirigieren. (Bilder Werner Schneiter)
Spiel und Spass im Vordergrund: mit dem Wasserstrahl den Ball durchs Schlauchlabyrinth dirigieren. (Bilder Werner Schneiter)

Papi pumpt das Wasser aus der Kübelspritze, und der Sprössling versucht, den Ball per Wasserstrahl durch das Schlauchlabyrinth zu dirigieren: Feuerwehrspiele, Festwirtschaft, Barbetrieb mit DJ und Lüpfiges mit den Baaregg Buebe – die Feuerwehr Ottenbach lud am Freitag zu einem vergnüglichen Abend ein. Motto: «Feuerwehr hautnah erleben.»

Kinder konnten sich auf dem Sandhaufen vergnügen, mit dem Firetrainer ein Gasfeuer löschen, einen Blick ins Tanklöschfahrzeug der Stützpunktfeuerwehr Affoltern werfen oder den Kübelspritze-Parcours bestreiten. Feuerwehrkommandant Jan Berliat und Vize Sando Lehmann nannten es auch Öffentlichkeitsarbeit mit der Möglichkeit für etwas Werbung in eigener Sache, auch wenn sie mit dem derzeitigen Bestand «zufrieden» sind. «Ein Bestand von über 40 Mitgliedern macht bei uns keinen Sinn», sagt der Kommandant, der ein Problem benennt, das auch andere Feuerwehren kennen: die Verfügbarkeit von Feuerwehrleuten tagsüber. Die Feuerwehr Ottenbach mit eigenständigem Kommando zählt derzeit 36 Mitglieder, wovon neun Frauen. Sie hat aber einen Zusammenarbeitsvertrag mit Affoltern/Aeugst und leistet Beiträge an Gerätschaften für Mitbenützung, etwa ans Tanklöschfahrzeug. Ottenbach verfügt über das kleinere Ersteinsatzfahrzeug. Bei einem Brand und anderen Grossereignissen leistet die Stützpunktfeuerwehr Affoltern automatisch Hilfe in Ottenbach. Umgekehrt kommt auch Ottenbach im Bezirkshauptort zum Einsatz, etwa beim Brandfall Mulden Schmid.

Überschwemmungen häufen sich

Brandfälle bleiben aber glücklicherweise auch in Ottenbach die Ausnahme. Mehr zu tun hatte die Feuerwehr mit zu viel Wasser, vor allem im Bereich der Reuss. «Die grössten fünf Überschwemmungen verzeichneten wir in den letzten 20 Jahren. Unwetter häufen sich», hält Jan Berliat fest. Dass all das gut gemeistert werden kann, liegt nicht nur an der guten Ausbildung, sondern auch am Einsatzwillen und an der ausgesprochen guten Kameradschaft in Ottenbach. «Wir sind eine Feuerwehrfamilie – klein, aber fein und geniessen in der Bevölkerung hohe Akzeptanz und Wertschätzung», so der Befund des Kommandanten.

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