«Führung heisst für mich Verantwortung»

Mattias Kaister (37), parteilos, neu

Der Mensch neigt zur Selbstüberschätzung – gerade Politiker sind davor nicht verschont, da sie die Konsequenzen ihrer Entscheide oft nur indirekt oder gar nicht tragen. Führung heisst für mich nicht Selbstdarstellung, sondern Verantwortung. Als Verwaltungsratspräsident und Inhaber mehrerer KMU arbeite ich täglich mit Teams, treffe Entscheide mit Tragweite und stehe dafür ein. Teamwork, Disziplin und Vertrauen sind dabei meine zentralen Werte.

Vor fünf Jahren wurde ich in die Schulpflege gewählt. Die Schule hatte damals einen schlechten Ruf, und ich wollte verstehen, weshalb. Dabei wurde mir bewusst, wie komplex die Volksschule geworden ist – insbesondere seit der obligatorischen integrativen Ausrichtung – und welche Folgen mangelnde Selbstreflexion in Behörden haben kann. Mit grossem Engagement im Hintergrund haben wir spürbare Fortschritte erreicht. Diesen Weg werden wir konsequent weiterführen – mit dem Anspruch, zur Spitze zu gehören.

Der fehlende Schulraum bereitet uns die grössten Schwierigkeiten. Die Zustände sind für Lehrpersonen und insbesondere für die Kinder unwürdig. Während Lehrpersonen kündigen können, haben Kinder diese Möglichkeit nicht. Ich bin allen sehr dankbar, die sich intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt haben, und danke für die breite Unterstützung. Die neue Schulanlage ist kein Wunschprojekt, sondern eine notwendige Investition – ich würde mich nie für etwas einsetzen, das wir nicht brauchen.

Meine Vorbilder sind jene, die Verantwortung übernehmen, anpacken, Anlässe organisieren oder sich ehrenamtlich engagieren. Vereine, Freiwillige, Eltern und Menschen, die sich einbringen, gehören zu den wichtigsten Bereicherungen unseres Dorfes. Davon hat Stallikon zum Glück sehr viele. Diese Gemeinschaft schafft ein gesundes soziales Umfeld, ist eine unverzichtbare Stütze für Menschen in schwierigen Lebenslagen oder in Einsamkeit und entlastet die Gemeinde finanziell stärker als jede reine Diskussion über den Steuerfuss.

Weitere Artikel zu «Bezirk Affoltern», die sie interessieren könnten

Die erfolgreichen Curlerinnen: (v. l.) Ladina Ramstein, Aniko Székely, Jana Soltermann, Zoe Schwaller und Ersatzspielerin Jana Hählen. (Bild zvg)
Bezirk Affoltern23.03.2026

Stallikerin wird Schweizermeisterin

Curling: Ladina Ramstein erfolgreich
Gewerbebetriebe wie jener der Salamon AG (Holzbau, Zimmerei und Dachdeckerei) können dank der neuen Bau- und Zonenordnung (BZO) im Dorf bleiben, ohne mit teuren Lärmschutzmassnahmen rechnen zu müssen. (Bild Daniel Koch)
Bezirk Affoltern23.03.2026

Keine Grossbauten ermöglichen

Revision der Nutzungsplanung angenommen: Rifferswil soll nur moderat wachsen dürfen
Der Angeklagte war zu schnell unterwegs. (Symbolbild Pexels)
Bezirk Affoltern23.03.2026

Unfallverursacher und Schnellfahrer kommt glimpflich davon

Viel zu schnell unterwegs, Selbstunfall im Säuliamt: 20 Monate auf Bewährung