«Gemeinderat ist eine Dienstleistung am Bürger»

Armin Vollenweider (60), parteilos, bisher

Die erste Priorität für mich ist, dass immer jeder Dorfteil, Kappel, Uerzlikon und Hauptikon, im Gemeinderat vertreten ist. Als einziger «Gwerbler» im Rat kann ich eine andere Meinung einbringen. Ich bin kein typischer Politiker. Gemeinderat ist für mich auch keine höhere Aufgabe, sondern eine Dienstleistung am Bürger.

Ich bin in einer Ersatzwahl gewählt worden. Daher bin ich erst zwei Jahre im Rat. Ich konnte dabei die beiden Projekte «Sanierung Gemeindesaal» und «Erweiterung Schulraum» begleiten. Beide sind nun bereits in der Umsetzung. Solche Projekte brauchen Kraft und Ausdauer. Manchmal sind die Ventile ziemlich weit offen, und der Dampf steigt von allen Seiten hoch. Auch wenn es mal kracht, das Ziel muss immer die Umsetzung im Sinne des Volkswillens sein. Der Bürger hat weiterhin oberste Priorität. Höhere Ziele müssen im Team besprochen werden.

Kappel ist ein wenig der «Ballenberg des Kantons Zürich». Mit dem Kloster, den verschiedenen geschützten Ortsteilen und den knappen Baulandreserven sind wir eingeengt. Unser Wachstum wird moderat sein. Wir können nur versuchen, unsere Infrastruktur in Schuss zu halten, und wenn möglich, die eine oder andere Liegenschaft zu erwerben oder umzunutzen. Das muss aber nicht in der nächsten Legislatur passieren. Aber wenn es passt, sollten wir handeln.

Kappel hat einen grossen Umbruch in der Verwaltung erlebt. Nachdem die langjährige Gemeindeschreiberin 2024 gekündigt hatte, haben verschiedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Gemeinde ebenfalls verlassen. Die neue Schreiberin musste sehr schnell ein neues Team aufbauen. Das ist nicht einfach, braucht Zeit und Vertrauen. Darum danke ich allen Personen in der Verwaltung, die kooperativ mitarbeiten. Ich hoffe, dass das Team so bleibt und noch stärker wird. Von Kontinuität profitieren alle!

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