Geschichtliche Einblicke an der Reuss

1830 sorgte ein Ottenbacher für eine moderne Zürcher Verfassung

Ottenbacher Bürger und Gemeinde-
präsident Stäfas, Christian Haltner, mit der Ottenbacher Gemeindepräsidentin Gaby Noser. (Bilder Dominik Stierli)

Ottenbacher Bürger und Gemeinde- präsident Stäfas, Christian Haltner, mit der Ottenbacher Gemeindepräsidentin Gaby Noser. (Bilder Dominik Stierli)

Das Alphorntrio Hürlimann

Das Alphorntrio Hürlimann

Die Spielgemeinschaft Mettmenstetten-Ottenbach liess im Pontonier-Zelt ihre Blasmusik ertönen.

Die Spielgemeinschaft Mettmenstetten-Ottenbach liess im Pontonier-Zelt ihre Blasmusik ertönen.

Die Ottenbacher Feier direkt an der Reuss.

Die Ottenbacher Feier direkt an der Reuss.

Die Ottenbacherinnen und Ottenbacher feiern traditionsgemäss tagsüber an der Reuss. Die Feier am 1. August war geprägt von frischen Fisch-Chnusperli, ständigen Wetterwechseln zwischen Regen, Donner und Sonne sowie dem Blick auf einen wegweisenden Ottenbacher. Aber der Reihe nach. Ab zehn Uhr konnte man das historische Kleinkraftwerk besichtigen, ab 11 Uhr startete die Festwirtschaft und um 13 Uhr die musikalische Unterhaltung der Spielgemeinschaft Mettmenstetten-Ottenbach.

Im Anschluss gehörte die Bühne einem ehemaligen Ottenbacher. Gemeindepräsidentin Gaby Noser kündigte Christian Haltner als Persönlichkeit an, welche sich in unzähligen Ämtern und der Armee verdient gemacht hatte und seit 2014 als Gemeindepräsident in Stäfa amtet. In Säuliämtler Tracht berichtete Haltner von alten Ottenbacher Bekanntschaften wie seinem ehemaligen Schlauchwagenführer der Feuerwehr. Nach den Erzählungen wurde es historisch und politisch. Der Redner ging bis zur Französischen Revolution zurück und kam dann auch auf den 1830 entstandenen Uster-Tag zu sprechen. Da kam der Ottenbacher Johannes Hegetschweiler ins Spiel. Er sorgte damals bei den Auseinandersetzungen zwischen der Stadt Zürich, welche damals über das Landvolk herrschte, mit einer deeskalierenden Rede für ein Einlenken der Städter. Und so entstand innert zweier Monate eine moderne Kantonsverfassung mit gleichen Rechten für Stadt und Land, welche den Grundstein für das heutige System legte.

Weiter sprach sich der ehemalige Oberst im Generalstab für eine starke Armee aus, Bezug nehmend auf die aktuellen Ereignisse. Auch das Thema der von Trump am Vorabend angekündigten hohen Zölle für die Schweiz wurde vom Redner gestreift. Er appellierte weiter an die Toleranz und forderte zum gegenseitigen Zuhören auf. Mit dem Satz «Neue Lösungen müssen gemeinsam umgesetzt werden» rief er zur Kompromissbereitschaft auf. «Darin sind wir Schweizer ja Weltmeister», sagte er. Auch fürs Gemeinwohl solle man sich einsetzen, meinte er. Mit der Schweizer Nationalhymne und Alphornklängen endete der offizielle Teil der Feier.

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